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Wer günstige Japanreisen bucht, lernt schnell Japaner in ihrem Heimatland kennen. Auf ein Kennenlernen folgt nicht selten eine Einladung. Eine solche Einladung verläuft in Japan anders als in Deutschland. Wer in Japan eingeladen wird, bringt zwar auch Geschenke mit. Dabei ist es üblich, der Gastgeberin zum Beispiel Süßigkeiten und dem Gastgeber alkoholische Getränke zu schenken. Allerdings gibt es einige Besonderheiten zu beachten.
Wer günstige Japanreisen gebucht hat, sollte sich etwas Zeit nehmen, die passenden Geschenke zu finden. Geldgeschenke sind zu Hochzeiten üblich. Dann kommt man allerdings zu dem Problem wie viel man geben soll oder darf. Das lässt sich fast nur lösen, in dem man Kontakt zu anderen geladenen Gästen herstellt und dort fragt, wie viel geschenkt wird. Das ist weniger peinlich, als zu viel oder zu wenig zu geben. Zu wenig Geld wird als Geiz aufgefasst, was in den Augen der Japaner als Charakterfehler gilt. Zu viel Geld könnte den Beschenkten beschämen.
Wer sich für günstige Japanreisen entschieden hat, der sollte in die großen Kaufhäuser gehen, dort gibt es ganze Abteilungen mit Geschenken. Die sind dann schon verpackt. Das liegt daran, dass die Verpackung fast wichtiger ist als das Geschenk selbst. Nachlässige Verpackungen werden als unhöflich angesehen. Stattdessen sollte man sich allergrößte Mühe mit dem kunstvollen Einwickeln geben. Eine schwarz-weiße Verpackung bringt Unglück. Angesehen ist stattdessen rot-weißes Papier. Wer Blumen mitbringt, sollte an die Unglückszahlen vier und neun denken. Ein Geschenk, besonders an die weiblichen Familienmitglieder, kann auch in Seide verpackt werden. Wer nicht genau weiß, wie man etwas kunstfertig verpackt, der kann sich in den Geschäften helfen lassen.
Naht die vereinbarte Uhrzeit der Einladung, ist Pünktlichkeit oberstes Gebot Während man in einigen anderen Ländern grundsätzlich zu spät kommen sollte, um der Gastgeberin etwas mehr Zeit zu geben, gilt das in Japan als grob unhöflich. Egal wie unverbindlich die Verabredung ist, die kleinste Verspätung sollte vermieden werden. Pünktlich angekommen, lässt man die Schuhe vor der Tür stehen und betritt die Wohnung. Im Eingangsbereich bleibt man stehen. Möglicherweise bekommt man dann Gästepantoffeln zur Verfügung gestellt, die man anziehen sollte. Gibt es Tatami-Matten in der Wohnung, geht man auf Socken weiter. Die Matten sind zu empfindlich, selbst für Pantoffeln.
Das Geschenk stellt man auf den Boden. In manchen Familien ist es auch üblich, das Geschenk erst zum Abschied zu überreichen. Der Gastgeber öffnet es erst, wenn der Gast wieder gegangen ist. Auch das ist ein Akt der Höflichkeit. |
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Geschrieben von Steven Chiller ( japanurlaub1 [at] web.de )
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