Startseite arrow >> Pressetexte arrow Die Karriere der Zaubererin Jenny Mysticeyes



Die Karriere der Zaubererin Jenny Mysticeyes

Zaubererin Jenny Mysticeyes


Als Zaubererin hat man es schwer in unserer Gesellschaft. Von Frauen verzaubert werden, das schon, aber von ihnen etwas vorgezaubert bekommen? Einen Trick vorgeführt bekommen, dessen Geheimnis sie partout nicht ergründen können - und das von einer Frau? Das mögen die meisten Männer nicht so gerne. Und eine erfolgreiche Berufszaubererin muss vor allem im Businessbereich ihr Brot verdienen: Auf Firmenevents, Verabschiedungen, Weihnachtsfeiern, Kick-Off-Veranstaltungen usw. Da sitzen eben meistens Männer.

Doch eine hat es geschafft: Die schwedische Zaubererin Jenny Mysticeyes. Schon als Kind zauberte sie auf ihren Geburtstagspartys und den Feiern ihrer MitschülerInnen. Einen ersten Durchbruch schaffte sie schließlich mit 13: Auf der goldenen Hochzeit ihrer Großeltern führte sie erstmals in größerem Stil einige Zaubertricks vor. Die Nachbarschaft war so begeistert, dass sie schließlich für einige Hochzeiten und Geburtstage außerhalb ihres Heimatdorfes engagiert wurde - und sich so ihr Taschengeld aufbesserte. Zwei Jahre später durfte sie sogar bei der Eröffnungsfeier eines neuen Kindergartens zum ersten Mal richtig öffentlich auftreten und begeisterte mit ihren "Mystic Eyes" - Jenny hat nämlich auffallend hellgrüne Augen - die ZuschauerInnen. Immer häufiger wurde sie nun für öffentliche Veranstaltungen gebucht und trat zum Beispiel bei Theateraufführungen im Vorprogramm auf.

Mit 19 suchte sie sich schließlich ihren Künstlernamen Jenny Mysticeyes aus und zog nach Stockholm, um Englisch und Geschichte zu studieren. Dort musste sie, um ein paar kleinere Auftritte in Bars und Kneipen zu ergattern, erstmal wieder mit ein paar Vorurteilen aufräumen. Zauberer waren einfach beliebter als Zaubererinnen. Doch mithilfe ihrer ungewöhnlichen Augenfarbe und ihres Talents setzte sie sich schließlich durch. Ihr attraktives Äußeres hat ihr dabei sicher geholfen, berichtet Jenny heute, denn wenn sie bei Firmenevents die Männer zum Staunen bringt, nehmen diese das einer schönen Frau nicht so übel wie einer nicht so hübschen.

Doch die Schwedin ist immer noch die Ausnahme: Die überwiegende Mehrzahl im Zauberbereich sind Zauberer, nicht Zaubererinnen. Und die wenigen Frauen, die es gibt, haben sich eher einem tollpatschig-komischen Stil verschreiben müssen, um erfolgreich zu sein. Doch in Zukunft, so glaubt Jenny Mysticeyes, wird sich das noch ändern. "Und wenn nicht, dann helfe ich nach", lacht sie und zieht ihren Zauberstab hervor.



Geschrieben von Pascal Dénervaud ( info [at] magic-p.ch )

Benutzer Bewertung: / 0
SchlechtSehr Gut 


PDF Drucken E-Mail

 
 
< zurück weiter >