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Kinder brauchen Erziehung. Soweit steht es fest, doch manchmal scheinen sich Gretchenfragen auf zu tun. Viele Eltern haben in Sachen Erziehung Prinzipien, an denen sie sich während der Jahre entlang hangeln. Selbst wenn inhaltlich Regeln diskutiert werden können, sind Prinzipien doch für das Kind eine gute Sache, um sich daran zu orientieren. Kinder mögen Regelmäßigkeit und Rituale. Dazu gehört eine feste Regel zum Abends ins Bett gehen, aber auch zum Beispiel das Ritual des gemeinsamen Frühstücks.
Diese Rituale helfen dabei, sich in einer Gesellschaft zu finden. Gleiches gilt insgesamt auch für Familien oder auch Paare. Gemeinsame Essen stärken die Bindung, sie setzen Fixpunkte im Alltag. Für Kinder sind Regeln umso wichtiger. Das bedeutet nicht automatisch, dass sie immer mit allen Regeln zu jeder Zeit glücklich sein werden, doch wenn von Anfang an auf Regeln gesetzt wird, werden Kinder diese leichter akzeptieren. Dann können auch mal Ausnahmen gemacht werden, die auch als solche verstanden werden.
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Die Frage nach den Risiken
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In der Erziehung wird es zwischen Kindern und Eltern immer wieder um die Frage der Einschätzung gehen. Dabei sehen Eltern oft eine Gefahr, die Kinder nicht sehen können. Oft haben die Eltern natürlich recht, manchmal natürlich auch nicht. Doch insgesamt ist es gar nicht die Frage, ob nun die Gefahr für einen Fahrradunfall wirklich gering sind, denn die Eltern gehen nicht nach Wahrscheinlichkeitsrechnung, sondern dem Ernstfall. Und sie tun durchaus gut daran. Damit lehren sie auch ein wichtiges Verständnis im Umgang mit Risiken. Es geht nicht nur darum, wie risikoreich etwas ist, sondern wie groß die Folgen sein können. Kinderfahrradhelme werden vielleicht nur in einem von zehn Fällen gebraucht, dann aber auch wirklich. Tritt der Ernstfall ein, sind die Folgen nicht abzusehen und meist schwerwiegend.
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Kinder ein Maß vorleben
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| Kinderfahrradhelme sind ein gutes Beispiel. Kinder werden diese sehr schnell annehmen und als Selbstverständlich ansehen. Hierbei können die Kleinen perfekt lernen, welches Risiko bestehen kann. Eltern können dazu noch mit den Kinder sprechen. Zum einen geht es darum, dass man selber hinfallen kann. Zum anderen besteht aber auch die Gefahr, dass ein Unfall von jemand anderem verursacht wird. Diese fremde Komponenten, auf die man im Prinzip kein Einfluss hat, muss erst als Gedanke erlernt werden. Kinder würden sonst gar nicht darauf kommen. Dabei ist es natürlich auch mal wichtig, dass Kinder mit dem Fahrrad hinfallen. Ein paar Schürfwunden sind schlimm, der Lerneffekt dafür aber umso größer. Kinder müssen lernen, was Gefahr bedeutet. Hier gilt es auch, dass Eltern als gutes Vorbild ein Beispiel geben. |
Geschrieben von Charalabos Tsilimekis ( tsilimekis [at] texter-ct.de )
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