Die Schlittenprothese fürs Knie
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Das menschliche Kniegelenk ist das ganze Leben über unterschiedlichen Belastungen ausgesetzt. Es ist eines der wichtigsten Gelenke des Körpers und dient insbesondere einem sicheren Gangbild. Die Kräfte, die zum Beispiel bei sportlichen Aktivitäten auf das Kniegelenk wirken, sind oftmals enorm. Trotz der einzigartigen Konstruktion, die Stabilität und zugleich ein hohes Maß an Beweglichkeit erlaubt, kommt es insbesondere im Alterungsprozess zu irreversiblen Schäden des Kniegelenks.
Diese Schäden treten meist in Form von Verschleißerscheinungen, der so genannten Gonarthrose, auf der Innen- oder Außenseite des Gelenks auf. Daraus resultieren Einschränkungen der Beweglichkeit und Schmerzen sowie eine Einbußung von Lebensqualität. Ein Kniegelenkersatz kann diese Beschwerden lindern und die Lebensqualität erhöhen.
Die kleinste Form eines solchen künstlichen Kniegelenks stellt die Knie- Schlittenprothese dar. Im Gegensatz zu anderen Kniegelenksprothesen wie der Totalendoprotehse (TEP) ist es beim Einsatz einer Knie-Schlittenprothese möglich, einen großen Teil des vorhandenen Knochenmaterials zu erhalten. Die Schlittenprothese ersetzt lediglich die Gelenkoberflächen und wird meist zementiert. Die Einfräsung in den Knochen hält sich dabei in Grenzen. Voraussetzung für den Einsatz einer solchen Prothese ist ein nahezu isolierter Verschleiß am inneren oder äußeren Kniegelenkspalt sowie intakte Kreuz- und Seitenbänder, da diese das Kniegelenk stabilisieren müssen.
Nach der Operation empfiehlt sich eine intensive Behandlung, um den Heilungsprozess zu optimieren. Dabei stehen zunächst Therapien im Vordergrund, die die Schmerzen lindern, Entzündungen vorbeugen und die Schwellung reduzieren wie beispielsweise medikamentöse Therapien und Lymphdrainage. Eine anschließende Rehabilitationsmaßnahme dient der Mobilisierung des Betroffenen und fördert die Verbesserung der Beweglichkeit.
Die Knie- Schlittenprothese hält etwa zehn bis zwölf Jahre, wobei starkes Übergewicht oder eine erhebliche Beinachsenabweichung die frühere Lockerung der Prothese begünstigt. Klare Vorteile der Knie- Schlittenprothese liegen in der kürzeren Operationsdauer und der kleineren Operationsschnitte. Im Falle einer Lockerung wird eine Wechseloperation notwendig, die sich jedoch beim Wechsel einer Knie- Schlittenprothese einfacher gestaltet als bei anderen Kniegelenkersatz- Modellen.
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Geschrieben von Markus Tjoa ( tjoa [at] alphaklinik.de )
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