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Ebenso wie auf Silvester Neujahr folgt, so ist auch dies ein jährlich wiederkehrende Ritual: Prämien aller Art wie Versicherungsprämien, öffentliche Gebühren wie auch die Kosten für Strom und Gas steigen. So wurden wir Verbraucher erneut mit der Meldung schockiert, dass die Gas- und Stromversorger erneut an der Preisschraube drehen.
Alleine zum Jahreswechsel 2011/2012 haben 110 Stromversorger und knapp 80 Gaslieferanten bundesweit ihre Preise erhöht. Gegenüber dem Vorjahr ergeben sich so Preissteigerungen von 3,5 Prozent bei Strom und stolzen 6 Prozent für den Bezug von Gas.
Bemerkenswert ist, dass diesmal einige lokale Anbieter von Strom und Gas mit zweistelligen Preisanstiegen. Dass die Preise von RWE und E.ON nicht angehoben werden - davon ist eher nicht auszugehen. Die Ausgaben für Strom und Gas werden weiter steigen, auch wenn einige Branchenriesen zumindest bis zum Ende der Heizperiode gesicherte Preise garantieren. In der Finanzkrise 2008 war der Verlauf der steigenden Kosten für Strom und Gas kurzzeitig unterbrochen. Während der Finanzkrise brach die Nachfrage ein, Gas war in großen Mengen verfügbar, da viele große Unternehmen als Abnehmer ausfielen. Daraufhin senkten einige Anbieter durchaus deutlich die Preise, während andere Anbieter von Strom und Gas die geringeren Bezugspreise nicht an ihre Kunden weitergaben. Doch die Märkte drehen schnell und der steigende Nachfrage insbesondere aus den Schwellenländern wie China oder Indien lässt die Nachfrage deutlich steigen.
Auch die in Deutschland eingeführte Energiewende lässt die Preise ansteigen. Die gestiegene Nachfrage nach Gas sowie die Umlage für erneuerbare Energien sind die aktuellen Gründe für die gestiegenen Kosten. Bis zum Jahr 2020 sollen sich die Preise für Strom und Gas, so Prophezeien einige Experten, sich noch einmal um fast 60 Prozent erhöhen. Bezogen auf einen Vier-Personen-Haushalt würde dies einer Preissteigerung von über 500 Euro für ein Bezugsjahr bedeuten. Über 30 bis hin zu 40 Prozent Preissteigerung - davon spricht A.T. Kerney in ihrer Studie. Demnach soll alleine dem Gasmarkt schon rasante Preissteigerungen bevorstehen. Wegen der weltweiten Überkapazitäten soll dann jedoch eine kurzfristige Preis-Entspannung folgen, doch die Preise von heute werden schon bald als niedrig angesehen.
Verbraucherschützer und sogar die Bundesnetzagentur empfehlen den privaten wie geschäftlichen Konsumenten immer wieder einen Anbieterwechsel. Leider scheuen gerade private Verbraucher diesen Schritt. Rund 43 Prozent der privaten Haushalte war der Behörde zufolge im Jahr 2010 noch im Grundversorgertarif, der in der Regel der teuerste Tarif der Versorger ist. Den Wechsel in einen günstigeren Tarif des lokalen Versorgers haben fast 41 Prozent der privaten Verbraucher vorgenommen. Lediglich 15 Prozent der Haushalte hat zu einem günstigen Versorger gewechselt, so die Behörde. Somit wird klar, warum die Strom- und Gasversorger ihre Preise beliebig erhöhen können. Durch den mangelnden Wechselwillen ist die Anzahl der Kunden und somit die Einnahmen gesichert.
Warum gerade private Verbraucher nicht zahlreich zu einem günstigen Strom- und Gasanbieter wechseln, also die Gründe, sind bekannt, wenn auch nicht unbedingt begründet. Tarifdschungel, Kleingedrucktes aber auch die Befürchtung, im Konkursfalle des Anbieters ohne Energieversorgung dazustehen, sind die die am meisten genannten Gründe. Durch Preisvergleichs-Angebote, die im Internet zu finden sind, sind die Tarife nebeneinander tabellarisch dargestellt. Hier werden die Angebote der einzelnen Energieanbieter transparent dargestellt. Kündigung und alle Formalitäten des Wechsels übernehmen meist die neuen Anbieter aus Gründen des Services. Über mehrere hundert Euro Ersparnis pro Jahr kann sich ein Neukunde freuen. Dem gegenüber stehen nur wenige Minuten Arbeit.
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