Der Kräutergarten
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Der Kräutergarten ist zu jeder Jahreszeit anders. Im Frühling erscheinen die blauen Blüten des Lungenkrautes und die weißen Sternchen des Waldmeisters. Sie sind die ersten Pflanzen, die den Boden bedecken und die wärmenden Strahlen der Frühlingssonne genießen. Zu dieser Zeit ist es noch recht kahl im Garten und es werden Bereiche, die im Sommer im Schatten liegen von Bärlauch und Salomonsiegel besetzt.
Bärlauch ist ein leckeres Frühlingskraut, welches in Suppen und Salaten Verwendung findet. Leider ist er nur etwa 4 Wochen im Jahr zu ernten. Spätestens im Mai ziehen die Pflanzen ein und liegen dann idealerweise in tiefem Schatten von Bäumen. Dadurch trocknen die Zwiebel nicht aus und sammeln Kraft für die nächste Blütezeit. Der späte Frühling bringt dann Kräuter wie Beinwell, Zitronenmelisse und Geißbart zum Blühen. Nun ist es, als wollen alle auf einmal sich von ihrer schönsten Seite zeigen und eine ware Explosion von Blütenfarben in gelb, weiß und rosa setzt ein. Gerade die Zitronenmelisse hat nun ihre Hochzeit und man kann fast zusehen, wie sie wächst. Als erfrischenden Tee ist sie besonders beliebt.
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Der Sommer
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Der Frühsommer will noch übertrumpfen und ist voller Verheißung. Nun blühen liebliche Kräuter wie Süßdode, Salbei und Lavendel um die Wette. Gerade die mediterranen Küchenkräuter lassen nun eine wahre Flut von ätherischen Ölen frei, die den Garten in eine duftende Oase verwandelt. Schmetterlinge und Bienen werden angezogen und genießen den Nektar der Blüten. Es scheint danach ein wenig Ruhe einzukehren. Der Spätsommer hat immer ein etwas unordentliches und wucherndes Aussehen. Nun sind alle Stauden und Kräuter ineinander gewachsen und die Wege zwischen ihnen kaum zu erkennen. Auch haben sich etliche ausgesäht und Ringelblumen, Kapuzinerkresse und Schafgarbe stehen plötzlich an Stellen, an die man sie nicht gesetzt hat.
Der Spätsommer leuchtet in gelben und roten Tönen. Nun blühen Indianernessel, Goldrute und Sonnenhut. Das Laub des Bronzefenchel harmoniert sehr schön mit diesen Blütenfarben und ist auch als Solitätstaude gut in ein Staudenbeet zu integrieren. Außerdem ist es ein vorzügliches Kraut zu leichten Fischgerichten oder auch als beruhigender Tee sehr zu empfehlen.
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Der Herbst
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Der Herbst ist die Zeit der manchmal recht bizarren Fruchtstände. So sehen die igelartigen Samenstände des Nelkenwurzes recht futuristisch aus. Der Winter hat nur wenige Kräuter zu bieten, aber diese haben es in sich. Die Barbarakresse wächst auch noch bei wenigen Plusgraden und bereichert mit ihrem scharfen Kresseartigen Geschmack jedes noch so einfache Käsebrot. Auch der vitaminreiche Postelein ist gut winterhart und an milden Tagen kann man sich eine Portion für den Salat ernten. |
Geschrieben von Anja Walessa ( anja.w [at] gartenrot.com )
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