Startseite arrow Kunst arrow Kultur und Kunstgeschichte: Die Romanik



Kultur findet sich auch in der Kunstgeschichte
Wer kennt das nicht aus dem Urlaub: So manches Bauwerk ist offensichtlich sehr alt, aber meist können wir es nicht einer bestimmten Zeit zuordnen und erkennen nicht, welche Besonderheiten für die jeweilige Epoche von besonderem Interesse waren. Wer sich nur ein wenig mit der Kunstgeschichte beschäftigt, wird schnell einiges Lernen und kann im nächsten Urlaub oft sogar dem Reiseführer noch so richtig etwas vormachen. Im diesem Beitrag beschäftigen wir uns mit der Romanik, die als erste eigenständige Kunstepoche nach der römischen Zeit in Europa gilt.

Die Romanik währte mehrere Jahrhunderte lang und die Bauwerke dieser Zeit sind heute eher rar gesät. Viele Bauwerke der Romanik wurden in späteren Epochen – beispielsweise während der Gotik – umgebaut. Viele Bauwerke konnten auch nicht während der romanischen Epoche fertiggestellt werden und sind daher gleich mehreren Epochen zuzuordnen.

Bauwerke der Romanik sind meist durch das trutzige Erscheinungsbild geprägt. Schlösser gab es damals noch nicht; Herrscherhäuser lebten in Burgen, die erst während der folgenden Epoche der Gotik dann zu Schlössern wurden. Neben Burgen sind auch Kirchen typische Zeitzeugen. Letztlich gab es nicht viele Förderer der Künste. Das Bürgertum konnte sich kaum künstlerische Leistungen leisten und auch die notwendige Bildung blieb dem Volk ohnehin vorenthalten. So kommt es, dass fast alle kunstgeschichtlichen Gegenstände der Romanik in engem Zusammenhang mit der christlichen Religion stehen.

Die Bauwerke waren trutzig, die Fenster eher klein, Türen und Fenster waren zumeist mit Rundbögen ausgestattet und die Mauern waren verhältnismässig dick. Die Malerei während der Romanik kannte noch keine Leinwände; vorherrschend war die Wandmalerei. Dabei war auch die Perspektive noch nicht in die Malerei eingezogen. Bilder - auf Holztafeln gemalt - aus dieser Zeit wirken deshalb oft, als hätte jemand aus einer Zeitung Figuren ausgeschnitten und einfach übereinander geklebt. Weltliche Motive gab es während der Romanik nicht; die Motive dieser Epoche sind durch kirchliche bzw. christliche Figuren und Szenen aus der Bibel geprägt.

Eine weitere Erscheinungsform der Malerei war die Buchmalerei; der Buchdruck war zu Zeiten der Romanik noch nicht erfunden. So musste jedes Buch aufwändig von Hand geschrieben und illustriert werden. Das Erstellen von Büchern war damit Sache der Kirche. Die Romanik wurde von der Epoche der Gotik abgelöst. Doch noch heute finden sich berühmte Bauwerke wie der Dom zu Speyer, die von der romanischen Epoche in der Kunstgeschichte zeugen und die noch heute einen Besuch wert sind.

Geschrieben von Andrea Delp ( adelp [at] amaveo.de )

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