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Selbstlüftende Kunststoff-Fenster beugen Schimmel vor
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Sind die Kunststoff-Fenster erst saniert, ist die Wohnung warm, und bleibt es auch. Trotzdem können nach dem Einbau neuer Fenster auch Probleme auftreten. Die neuen Fenster isolieren gut, die Rahmen sind dicht und lassen weder kalte Winterluft herein, noch lassen sie die warme Raumluft entweichen. Bleibt das Lüftungsverhalten mit neuen Fenstern gleich, kann sich nun in der Wohnung durch hohe Luftfeuchtigkeit und nicht ausgetauschte Brauchluft Schimmel bilden. Empfehlenswert sind regelmäßige kurze Stoßlüftungen. Dazu werden die Fenster an zwei gegenüberliegenden Seiten für wenige Minuten ganz geöffnet. Der entstehende Luftzug tauscht die verbrauchte Luft völlig aus, ohne dass Wände und Möbel auskühlen. Nach dem Schließen der Fenster erwärmt sich die frische Luft im Raum schnell wieder. Öffnet man die Fenster hingegen nur einen Spalt, wird ein längerer Zeitraum für den Austausch der Luft benötigt, die Wände kühlen ab und müssen durch zusätzliches Heizen wieder erwärmt werden. Der Einbau von selbständig lüftenden Kunststoff-Fenstern kann Schimmelbildung ebenfalls effektiv verhindern. Die automatische Lüftung ist hierbei bereits in den Fensterrahmen integriert. Das Grundlüftungssystem der Kunststoff-Fenster wird durch Druck und Sog des Windes an unterschiedlichen Hausseiten aktiviert. Die Frischluft wird hierbei in Lüftungskammern des Rahmens gesaugt, wo sie durch die mittlere Temperatur des Rahmens vorgewärmt wird, um dann weit über Kopfhöhe in den Raum geleitet zu werden. Die labyrinthartig angeordneten Luftkammern verhindern Zugluft oder Windgeräusche. Eine andere Variante, die sich ideal für den nachträglichen Einbau in Kunststoff-Fenster eignet, ist die Fenster-Falz-Lüftung. Hierbei kontrolliert eine Regulierungsklappe die Frischluftzufuhr wie die Abluft. Die Lüftungseinheit wird in den Falz des Fensterrahmens integriert und bremst zudem die Luftzufuhr bei starkem Wind. Eine in Kunststoff-Fenster zusätzlich eingebaute maschinelle Lüftungsanlage kann die passive Frischluftzufuhr noch verstärken. Geschrieben von Ida Drill ( a.haessler [at] gmx.de ) |
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