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Kunststoff-Fenster bei der Gebäudesanierung

Bei der Sanierung eines alten Gebäudes kann der Austausch der Fenster zu erheblichen Einsparungen der Heizkosten führen. Doch sollte beim Ersatz von alten Holz- und Metallfenstern durch gut isolierende doppelt- oder dreifach verglaste Holz- oder Kunststoff-Fenster der Stil des Gebäudes berücksichtigt werden. 

 

Die möglichen Fehlerquellen sind zahlreich: durch eine zu grobe oder fehlende Unterteilung der Fensterfläche – ob Holz- oder Kunststoff-Fenster – entstehen optisch Löcher in der Fassade, eine unpassende Teilung der Fensterflügel verschiebt mitunter die Proportionen des Altbaus und sehr kleinteilige Sprossen wirken unruhig.

Im Laufe der letzten Jahrzehnte veränderten sich Fensterformen grundlegend, was bei einer Sanierung behutsam berücksichtigt werden sollte. Gerade Kunststoff-Fenster bieten durch die verhältnismäßig preiswerte Herstellung der Kunststoff-Profile eine energetisch sinnvolle Alternative mit der die historische Bauform der Fenster erhalten werden kann.

Fenster in Gebäuden aus der Gründerzeit

In Altbauten aus der Gründerzeit etwa sind die Fensterflächen grundsätzlich geteilt. Typisch ist eine Dreiteilung in einen oben liegenden sogenannten Kämpfer und zwei Flügel im unteren Fensterteil. Meist sind die Fensterflügel zusätzlich durch Sprossen getrennt. Die aufgeteilten Glasflächen haben, im Gegensatz zu jüngeren Gebäuden, immer stehende Formate.
In den 20er und 30er Jahren sind Fenster und Türen an den eher schlichten Gebäuden ein entscheidender Fassadenschmuck. Häufig sogar der einzige. Bei den Fenstern überwiegen ein bis vier schmale vertikale Flügel, die sich aneinander reihen. Fensterbänder in horizontaler oder vertikaler Ausrichtung (etwa Treppenhausfenster) sind noch kleinteilig gegliedert.
Beim Austausch dieser Fenster sind die Proportionen von Rahmen und Sprosse besonders wichtig. Holz- und Kunststoff-Fenster bieten sowohl filigrane Sprossen als auch schlanke Rahmen.


Fenster in Gebäuden der 50er und 60er

Gebäude der 50er und 60er fallen erstmalig durch große ungeteilte Fensterflächen auf. Eine asymmetrische Teilung aus rein gestalterischen Gründen ist stilbildend. Typische Merkmale der Fenster dieser Zeit sind im Allgemeinen die schmalen Fenster-Profile. Belüftung, Durchblick und klare Ästhetik standen im Vordergrund. Häufig sind die Metall-Fenster jedoch einfach verglast, da Energieeinsparung zu Zeiten des Wirtschaftswunders eine untergeordnete Rolle spielte.
Sollen diese Fenster ersetzt werden bieten sich aus optischen Gründen vor allem Metall- oder Kunststoff-Fenster, die auch bei großen Fensterflächen durch schmale Profile die nötige Stabilität bieten.
Auch extrem schmale Ansichtsbreiten, wie sie etwa in Bauten der 50er Jahre verwendet wurden, können so nachempfunden werden.


Moderne Nutzung von Fenstern

Bei einer Gebäudesanierung steht auch oft eine Optimierung der Raumnutzung an. Häufig wirkt sich das auch auf die Fenstergestaltung aus. Große Glasflächen können zum Beispiel auch als feststehende Fenster mit schmalen Kunststoff-Profilen gestaltet werden. Kunststoff-Fenster mit herkömmlicher Dreh-Kipp-Öffnung werden im Erdgeschoss oder Terrassenbereich auch gern als Hebe-Schiebetür umgewidmet. Die Öffnung wird durch einen Hebel ermöglicht, der das Fenster erst in der Führungsschiene anhebt und dann öffnet. Das Kunststoff-Fenster kann in jeder Position arretiert werden. Diese Kunststoff-Fenster-Lösungen sind laufleicht und platzsparend.


Geschrieben von Ida Drill ( a.haessler [at] gmx.de )

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