Einschätzung der Lage für den Euro
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Die aktuelle Lage des Euro ist kritisch. Der Wochenschlusskurs befindet sich exakt am Tief aus dem Jahr 2008. Wenn dieser Level in der kommenden Woche nach unten durchbrochen wird, droht einer weiterer Fall bis zu 1,1600 .
Bleibt also zu hoffen, dass dieser Level hält, die Frage ist nur wie lange noch (Forex Trading Club)
Die aktuelle Einschätzung der Lage ist die, dass die Investoren, das Vertrauen in den Euro verloren haben und es im Moment nichts gibt was dieses Vertrauen zurück bringen könnte. Zwar ist der USD fundamental ebenfalls kein Spitzenkandidat, aber über die Dauer der nächsten zwei Jahre ist von einem stetigen leichten Wachstum auszugehen. Die Lage ist sozusagen im Griff, auch wenn momentan auf einem niedrigen Niveau. Die Investoren ziehen das Geld aus dem Euroraum momentan aus zwei Gründen ab:
1. Aktuelle Prognosen, dass die USA mehr Wirtschaftswachstum als der Euroraum erfahren wird (über die nächsten zwei Jahre) 2. Unsicherheit, ob die Eurozone langfristig noch bestehen bleiben kann. Die USA wird also als sicherer Hafen angesehen, die Gelder werden dort geparkt.
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Die Machtlosigkeit der Politik
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Das Maß ist voll, und die Politik könnte merken, dass sie zunehmend an Macht verliert und den Markt nicht mehr unter Kontrolle bringen kann, die Fakten und Ergebnisse sind für jeden ersichtlich. Das Rettungspaket wurde vom Markt nicht angenommen, die Wirkung ist verpufft. Was hat es eigentlich mit diesen Spekulanten auf sich, wer sind sie und warum werden die Spekulanten von der Politik als Angreifer, als Gefahr und als Mitverursacher der Krise gesehen?
Die Spekulanten haben schon immer ihre Gelder dort hin deponiert wo Wachstum und Sicherheit herrscht. Wenn die Schulden außer Kontrolle geraten, und Unsicherheit und Ungewissheit für die Eurozone entstehen, dann ist es nur natürlich, dass die Gelder abgezogen werden und damit gegen den Euro gewettet wird. Es ist ganz einfach das Prinzip von Ursache und Wirkung, die Märkte haben schon immer so funktioniert.
Am Devisenmarkt wird immer die Zukunft gehandelt, diese sieht im Moment nicht gut aus. Bleibt also zu hoffen, dass eine solide Grundlage für einen neuen Weg in Europa geschaffen wird und nicht nur die Auswirkungen bekämpft werden. Der Markt braucht nicht zu warten bis alle Probleme gelöst sind, sobald Europa einen sinnvollen neuen Weg einschlägt, der zeigt dass es einen Ausweg gibt, das Verwirrspiel durch klare Ziele ersetzt wird, dann werden die Investoren das respektieren und der Euro steigt wieder. Wie lange es dauert um das Vertrauen zurück zu gewinnen, ist zurzeit nicht abschätzbar.
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Die Gefahr der Deflation und die Hoffnung auf eine positive Wende
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| Eine weitere Gefahr ist die Deflation, die tatsächlich höher ist als die Inflationsgefahr. Denn wer soll die produzierte Ware noch kaufen können, wenn Steueranhebungen und Gehaltskürzungen sowie mögliche Firmenpleiten an den Tag kommen könnten. Bleibt also zu hoffen, dass die Eurozone schneller wieder auf den richtigen Weg kommt, wie es die Marktteilnehmer zurzeit einschätzen. |
Geschrieben von Steffen Kappesser ( info [at] steffenkappesser.de )
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