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Die größten Anfängerfehler im Lernprozess des luziden Träumens

Luzides Träumen lernen: Die TOP 5 der größten Anfängerfehler


#5 Ungesunder Schlaf

Ein ungesunder Schlaf kann einem die Grundlage für luzide Träume nehmen, bevor man überhaupt damit begonnen hat, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Man sollte darauf achten, dass man während der Schlafphase keine Gifte wie Alkohol und Koffein mehr im Blut hat, spätestens eine Stunde vor dem zu Bett gehen den Fernseher abschaltet und keine Nahrung oder Flüssigkeit mehr zu sich nimmt. Sechs Stunden Schlaf sind das absolute Minimum für eine gesunde REM-Phase.

#4 Stress & Ablenkung

Um sich ausreichend konzentriert mit einer bevorstehenden Traumphase in Einklang bringen zu können, sollte man vor dem zu Bett gehen jegliche Alltagssorgen und Stressfaktoren hinter sich gelassen haben. Meditation, ein gutes Buch (am besten zum Thema luzides Träumen) oder das Führen eines Tagebuchs können dabei helfen, diesen Zustand zu erreichen. Auch äußere Einflüsse wie Lärmbelästigung oder helle Lichtquellen sollten möglichst eliminiert werden.

#3 Der Zeitfaktor

Wir träumen ausschließlich in den REM-Phasen (REM = Rapid Eye Movement) unseres Schlafes. Diese beginnen, meist zunächst in kurzen Schüben, frühestens 1-2 Stunden nach dem Einschlafen und erreichen etwa 6-8 Stunden nach dem Einschlafen ihren Höhepunkt in Dauer und Intensität. Man sollte also nicht den Fehler machen, gerade die direkten, Klartraum einleitenden Methoden am Abend anzuwenden, da Sie am Morgen um ein Vielfaches effektiver werden.

#2 Fehlendes Traumgedächtnis

Solange man sich nicht klar und detailliert an seine Träume erinnert, bleiben Klarträume eine absolute Ausnahme. Wenn man einem erfahrenen Klarträumer, der zu unglaublicher Traumkontrolle im Stande ist, seine Traumerinnerung nimmt, ist seine Fähigkeit wertlos, da die im Traum gemachten Erfahrungen zum Zeitpunkt des Erwachens schlicht und einfach gelöscht werden, als wären sie nie erlebt worden.

Man kann sich das mit einem an Alzheimer leidenden Pianisten veranschaulichen, der in einem Moment der Klarheit plötzlich die komplizierteste Komposition meisterhaft vorträgt und sich kurze Zeit später wieder nicht daran erinnert, jemals in seinem Leben gespielt zu haben. Man sollte sich an mindestens einen Traum pro Nacht erinnern können, bevor man sich mit den weiterführenden Methoden beschäftigt.

#1 Zweifel

Selbstzweifel kann sich schnell zu absolutem Gift für das luzide Träumen entwickeln. Oft liest man den Tipp, dass man nur daran glauben muss, damit es funktioniert. Beim Thema Klartraum ist das jedoch nicht als Klischee zu verstehen, sondern als eine reale, praktisch umzusetzende Anweisung. Unsere Träume basieren zu einem großen Teil auf unseren Gedanken und Gefühlen, daher können sich Zweifel im wachen Leben sehr leicht auch auf den Traumzustand übertragen und dafür sorgen, dass man sich regelrecht selbst sabotiert.

Meiner Erfahrung nach kann man leicht vermeiden, dass diese Zweifel überhaupt erst entstehen, wenn man sich nicht im Alleingang auf den Lernprozess einlässt. Der Dialog mit erfahrenen Klarträumern kann nämlich nicht nur dabei helfen, Zeit zu sparen und unnötige Fehler zu vermeiden, sondern auch die nötige Motivation und Selbstsicherheit aufbauen, um kurz-, mittel- oder langfristigen Erfolg zu realisieren. Im Idealfall hat man jemanden im Bekanntenkreis, der sich mit dem Thema auskennt und selbst schon viel Erfahrung sammeln konnte.

Da dies selten der Fall sein wird, sollte man zumindest eine vertrauenswürdige und offene Person finden, der man ab und zu von den eigenen Bemühungen erzählen kann. Alternativ haben sich um das luzide Träumen im Internet bereits einige Gemeinschaften in Form von Diskussionsforen zusammengefunden und auch der Teilnehmerbereich meines Seminars bietet diese Form von Austausch, um sich mit Gleichgesinnten abstimmen zu können, um so die garantiert auftretende Hürden und Probleme zeitnah zu überwinden.

Wer trotzdem im Alleingang luzides Träumen lernen möchte, hat mit diesem Text hoffentlich schon einmal die Chance, die größten Fehler zu vermeiden und eine Menge Zeit und Frust zu sparen.

Viel Erfolg!


Geschrieben von Jens Thiemann ( infothiem [at] email.de )

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