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Magie-Prinzipien - Der alternative westliche Pfad
Oft wird heute neben den althergebrachten Yoga-Schulen eine westliche Yogalehre als Auswahlmöglichkeit zur Alternative angeboten: Magie erlernen. Dieser Text erörtert substanziell Aufbau und Lehre der Magieanleitung und Magieausbildung, wie Sie momentan in Deutschland und allen bekannten Orden dargeboten wird.

Die prinzipielle Begriffserklärung ist wie folgt: Magie studieren ist die Kunst und die Lehre, mit Hilfe veränderter Bewusstseinszustände, in Übereinstimmung mit dem eigenen Willen, Änderungen auf der somatischen, seelischen und geistigen Ebene herbeizuführen. Abstrahierend dargestellt steht hier die Erlangung wahren Wissens (Gnosis) als Zielvorstellung im Zentrum der Bemühungen, im Gegenteil zur althergebrachten Religion, die einen dogmatischen Glauben erwartet.

Obenstehende Definition deckt sich in vielen Segmenten mit vielen Yoga-Lehrsätzen, setzt auf die eigene Hochpolung des Menschen und die Erlangung von echtem Wissen in geistigen Feldern durch ureigene Erfahrung. Viele der angewendeten Verfahren, wie Atemtechniken, Asana, Aufmerksamkeitsübungen und Geistesübungen sind vergleichbar, Modifizierungen entspringen u.a. aus dem kulturgeschichtlichen Dasein, aus dem sich die entsprechenden spirituellen Lehren entwickelt haben.

So setzt die Lehre der Magie beispielsweise auf den Umgang mit feinstofflichen Wesen unter Nutzung von Entsprechungen und Gleichartigkeiten. In diesem Fall wird die gesamte Bandbreite der Ikonologie und Ritualistik ausgenutzt. Der Yogaschüler setzt bei seiner Spiritualität oft auf eine direkte, stringente Beziehungsaufnahme und eine Verbindung mit Gott. Spirituelle Kräfte, auch bekannt als Siddhis, werden als Erscheinungen gesehen, die es nicht weiter zu achten gilt, um sich nicht auf dem Pfad zu dem „Allvater“ aufhalten zu lassen – Verhaltensweisen, die einem Magier fremd sind.

Sind es doch vor allem und gerade diese Erscheinungen, die dem Magier bzw. der Hexe den Fortgang deutlich machen, obwohl auch für sie der Fingerzeig gilt, diese nicht für sog. schwarzmagische Zielsetzungen einzusetzen. Gerade der egoistische Arbeitseinsatz würde die durch viele magische Übungen erreichten Stärken wieder zunichte machen und zu einer Erhöhung des in der Materie verhafteten Egos hinführen, was eine Zentrierung in der Materie verstärken und folglich den Erfolg weiterer geistiger Entwicklungen vereiteln mag. Klare moralische Verhaltensregeln sind sowohl in der Magie und Magieausbildung, wie auch beim Yoga Grund jedweden geistigen Fortschritts in Richtung der Gewinnung geistiger Freiheit.



Geschrieben von Roland Gabler ( av [at] magieausbildung.de )

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