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Was macht eigentlich ein Mechatroniker?

Automechaniker – klassischer Traumberuf für Jungs)


Automechaniker war früher der Traumberuf vieler Jungen und sogar Mädchen, inzwischen hat sich das geändert und das Berufsbild vom klassischen Automechaniker, der im Blaumann und ölverschmierten Händen an Fahrzeugen herumschraubt ist ein wenig in den Hintergrund getreten.

Durch die stetige Entwicklung der Technik und dem zunehmende Einbau von elektronischen Komponenten ist es heute nicht mehr der Automechaniker, sondern der Mechatroniker, der sich der Reparatur, speziell auch der Diagnostik von Fehlern in PKWs widmet. Die Ausbildung ist in den ersten beiden Jahren noch identisch, ab dem dritten Lehrjahr findet sie im ausgewählten Fachbereich statt, der dann entsprechend vertieft wird. Der häufigste Zweig ist Personenkraftwagentechnik, der ebenso wie Nutzfahrzeugtechnik, Motorradtechnik und Fahrzeugkommunikationstechnik zu den Schwerpunkten zählt.


Mechatroniker - drei Berufsbilder in einem
Bereits 2001 wurden die Ausbildungsberufe Kfz-Mechaniker, Kfz-Elektriker und Automobilmechaniker zu einem einheitlichen Beruf zusammengefasst, seit 2003 wurde der Ausbildungsberuf Automechaniker vollkommen abgeschafft. War es vorher nur Aufgabe, Fehler im komplexen System der Fahrzeuge zu finden, so führte die Zusammenlegung der Berufsbilder zu einer Bereicherung und Erweiterung der Aufgaben. So übernimmt der Mechatroniker heute eine Vielzahl von Tätigkeiten: er untersucht das Auto, wechselt die Räder, führt die Lackierarbeiten durch oder sucht eben auch mit modernster Technik die Fehlerquelle in hochkomplexen mechatronischen Systemen. Auch die Kundenbetreuung zählt zu den vielschichtigen Aufgaben. Interessant ist, dass diese einstige Männerdomäne zusehends auch von jungen Frauen erobert wird, die den männlichen Kollegen in Punkto technischem Verständnis in keiner Weise nachstehen.
Der Wandel vom Automechaniker zum Mechatroniker
Noch vor wenigen Jahren war es möglich, Fahrzeuge mit wenigen Werkzeugen wieder auf Vordermann zu bringen. Mit Hammer, Schraubenzieher und Schraubenschlüssel ging es an die Arbeit. Dank des technischen Fortschritts wurden innerhalb kurzer Zeit aber mehr und mehr Elektronik in den Fahrzeugen verbaut und die Anforderungen wurden auch immer komplexer. Keine Werkstatt kommt heutzutage mehr ohne Computer zur Diagnostik der Fehler aus, so dass auch auf diesem Gebiet eine Anpassung des Berufsbildes Automechaniker unumgänglich wurde. Der bereits bestehende Beruf Mechatroniker wurde so zwangsweise um viele Aufgabenbereiche erweitert um den gewandelten Anforderungen zu entsprechen. Der Wandel vom Automechaniker zum Mechatroniker war somit perfekt!


Geschrieben von Jonas Biedenkopf ( jonas.biedenkopf [at] gmx.de )

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