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Medizinische Zentren und Qualitätsmanagement in der Arztpraxis ve

Gesundheitszentren und Ärztenetzwerke

Seit die Regierung die pauschale Fallabrechnung eingeführt hat, ist Bewegung ins deutsche Gesundheitssystem gekommen. Geht es nach dem Gesetzgeber, dann findet die gesundheitliche Versorgung der Zukunft in medizinischen Zentren statt. Nicht nur Kliniken, sondern auch Einzelpraxen sind von dieser Entwicklung betroffen. „Statt als Einzelkämpfer auf dem Markt zu agieren, schließen sich Fachärzte und Allgemeinmediziner zu Gesundheitszentren oder Ärztenetzwerken zusammen“, erklärt Dr. Michael Jochemczyk die derzeitige Entwicklung. Der Geschäftsführer des Instituts für Systemische Erwachsenenbildung und Coaching (ifsec) weiß wovon er spricht; seit Jahren beobachtet Jochemczyk den Gesundheitsmarkt und berät Ärzte, Therapeuten und Psychologen bei der Einführung von Qualitätsmanagement-Systemen.

Patient steht im Mittelpunkt

Dabei geht es aber nicht nur um wirtschaftliche Vorteile, sondern auch die Qualität der medizinischen Versorgung soll durch diese Maßnahmen verbessert werden. Im Verbund von Fachärzten kann zudem eine ganzheitliche Betreuung des Patienten sichergestellt werden. Erste Anlaufstation in einem medizinischen Zentrum ist und bleibt der Hausarzt oder Allgemeinmediziner. Reicht die Fachkompetenz des Allgemeinmediziners nicht mehr aus, kann er den Patienten direkt zum Spezialisten überweisen. Der Vorteil eines medizinischen Zentrums liegt auch darin, dass alle Ärzte unter einem Dach tätig sind. Das heißt, lange Anfahrtswege und die Suche nach einem Facharzt fallen für den Patienten aus.

Qualitätsmanagement in der Arztpraxis

Ein weiterer Faktor für den Wandel im Gesundheitswesen ist das Thema Qualitätsmanagement (QM). Bis 2009 ist jeder Mediziner verpflichtet, ein Qualitätsmanagement-System in seiner Arztpraxis einzuführen. Statt die Behandlung aus Arztsicht zu betrachten, steht der Patient beim Qualitätsmanagement im Mittelpunkt. „Denn ein zufriedener Patient kommt wieder“, sagt Michael Jochemczyk. Statt wie bisher nur die vorhandene Qualität der Versorgung zu sichern, bedarf es aber ein wenig mehr Anstrengung. Die Versorgungsqualität soll künftig stetig verbessert werden.

Um von der neuen Gesetzeslage nicht überrollt zu werden, sollten Ärzte und Therapeuten sich rechtzeitig um das Thema Qualitätsmanagement kümmern, rät Jochemczyk, „2009 ist nicht mehr weit weg, und die Einführung eines QM-Systems erfordert Zeit“.


Geschrieben von Jörg Birkel ( redaktion [at] medienbuero-birkel.de )

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