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Was werdende Eltern bei Mehrlingsgeburten wissen sollten
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Hersteller und Händler für Geschwisterkinderwagen verzeichnen steigenden Umsatz. Durch die wachsende Anwendung von Hormontherapien steigt auch die Rate der Mehrlingsgeburten in Deutschland. Natürlich kommen Zwillings- oder Drillingsgeburten auch auf natürlichem Wege zu stande. Allerdings entscheiden sich immer mehr Frauen die berufliche Karriere vorrangig zu behandeln. Der Kinderwunsch entsteht ggf. erst mit fortgeschrittenem Alter indem der Körper eigentlich nicht mehr auf Schwangerschaft eingestellt ist. Dazu gesellen sich noch die Frauen, deren Kinderwunsch trotz passenden Alters unerfüllt bleibt. Mehrlingsgeburten in Zahlen Bei jeder 85. Geburt kommen Zwillinge zur Welt und bei ca. jeder 7220. Drillinge. Erst auf über 600.000 Niederkünfte kommt eine Vierlingsgeburt. 2009 kamen beinahe 23.000 Mehrlinge zur Welt. Davon waren 96,6% Zwillinge und knapp 3,3% Drillinge. Zwei Drittel der Zwillinge sind überraschenderweise zweieiig. Nur ein Drittel weißt die „typischen“ nahezu identischen äußeren Merkmale auf für die Zwillinge so bekannt sind. Ebenfalls 2009 brachte eine US-Amerikanerin Achtlinge zur Welt. Dies war erst der zweite dokumentierte Fall in dem eine Frau und alle Säuglinge so eine Geburt gemeinsam überlebt hatten. Für einen normalen Spaziergang waren wohl mehrere andere Helfer und mindestens vier Geschwisterkinderwagen von Nöten. Vorsorge und Vorbereitung Mehrlingsgeburten obliegen einer ständigen Kontrolle. Sie sind äußerst Riskant, vor allem wenn es sich um mehr als zwei Embryonen handelt. So müssen Schwangere öfters zu Vorsorgeterminen. Nicht selten sind betroffene werdende Mütter bereits ab der zweiten Hälfte der Schwangerschaft dazu angehalten viel zu liegen oder dürfen das Bett nur äußerst selten verlassen. Das Risiko einer verfrühten Niederkunft ist höher – führt sogar so weit, dass ein dauerhafter Aufenthalt im Krankenhaus bereits 9 Wochen vor dem Geburtstermin nötig werden kann. Klassische Schwangerschaftsgymnastik ist ebenso wie starke körperliche Anstrengung nicht zu empfehlen. Trotzdem beginnt der Mutterschutz wie bei einer normalen Schwangerschaft mit einem Kind erst in der sechsten Woche vor der Entbindung. Hilfestellungen Das Elterngeld für ein Kind wird nach einem prozentualen Satz nach dem Einkommen des Vaters oder der Mutter berechnet. Mindestens 300 Euro im Monat stehen frischgebackenen Eltern aber in jedem Fall zu (Stand 2011). Bei Mehrlingsgeburten werden für jedes weitere Kind pauschal noch mal 300 Euro unabhängig vom Einkommen vom Staat drauf gelegt. In Bayern erhalten Eltern unter Umständen nach dem Elterngeld anschließend ggf. noch das sog. „Landeserziehungsgeld“. Hier sind verschiedene Vorraussetzungen zu beachten. Leider wird diese Hilfe nicht von jedem Bundesland zur Verfügung gestellt. Krankenkassen können nach Antrag z.B. eine Haushaltshilfe bis zur Entbindung stellen, soweit die Ausübung de typischen Hausarbeiten für die Schwangere nicht mehr möglich sind. Geschwisterkinderwagen und andere Investitionen Die Anschaffung eines Geschwisterkinderwagens ist meist eine der primären Investitionen. Diese sind allerdings meist für Zwillinge bzw. zwei Geschwisterchen unterschiedlichen Alters ausgelegt. Es finden sich aber durchaus Anbieter, welche Geschwisterkinderwagen für Drillinge oder Vierlinge anbieten. Prinzipiell ist es bei Mehrlingsgeburten mit drei oder mehr Säuglingen eine Platzfrage ob lieber ein Modell für alle Kinder oder mehrere Geschwisterkinderwagen angeschafft werden. Natürlich benötigen werdende Eltern von Mehrlingen noch einiges an Grundausstattung. Neben Geschwisterkinderwagen sind Basics wie Schnuller, Lätzchen, Klamotten, Bettchen, Kindersitze oder Fläschchen in zwei-, drei- oder gar vierfacher Ausführung nötig. Geschrieben von Silke Fuchs ( silke_fuchs_1984 [at] web.de ) |
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