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Merinowolle wird aus dem Haar von Merinoschafen gewonnen. Die Tie

Omas selbst gestrickte Woll-Unterwäsche ist kalter Kaffee. Heute tragen viele Berg-Gänger, die Wert auf Naturfaser legen und trotzdem Besonderheit wollen, Merino- Wolle. Vorausgesetzt Sie haben das entsprechende Erzeugnis wie Icebreaker, kratzen die heutigen Modelle auch nicht mehr. Wieder und wieder fragt man sich woher diese Wandlungen. Meistens hat man darauf keine Lösung. Dass Merino- Wolle viele positive Eigenschaften hat, wussten schon unsere Ahnen. Die hervorragenden Merino-Qualitäten sind hinsichtlich der Optik von Baumwolle nur mühevoll zu trennen. Merinowolle wird von Merinoschafen hergestellt. Die Haare der Schafe sind stummelig und deutlich gekringelt. Die Haare besitzen eine Länge zwischen 40 und 100 Millimeter. Der Durchmesser beträgt 15 bis 25 Mikron. Dass es Merinowolle gibt, die bissel mehr kratzt und etwas geringer kratzt hängt mit der Breite der Haare zusammen. Als kratzend werden Haardicken ab 28 Mikron und mehr empfunden. Neben der Qualität des Ausgangsprodukts sind die Herstellungsverfahren und das Finish der Wolle für die Kratzigkeit maßgeblich. Dünnere Fasern biegen sich bei Kontakt mit der Haut und werden als weich wahrgenommen

Jedes Material hat seine spezifischen Eigenschaften. Kunstfasern haben im Kontrast zur Merino- Wolle andere Eigenschaften. Hier steht der Feuchtigkeits-Transport im Vordergrund. So nimmt Kunstfaser quasi keine Feuchtigkeit auf und trocknet somit wesentlich schneller. Einige Hersteller wie zum Beispiel Haglöfs, sind in der Tat flott auf die Idee gekommen,

Die positiven Eigenschaften von beiden Materialien zu zusammensetzen. Dann hat man kein 100 Prozentig reines Wollhemd, sondern einen Wollanteil von 50 oder 60 Prozent, gemischt mit einer oder mehreren Kunstfasern.

Das Endergebnis ist dann auch eine Mischung beider Eigenschaften. Die Wäsche trocknet wesentlich schneller, jedoch sinkt die Wärmeleistung und es riecht deutlich im vergleich zur reinen Merino- Wolle.

Bei der Pflege darf man den Informationen des Herstellers folgen, die in der Bekleidung eingenäht sind. Nicht selten ist das ein wenig aufwändig. In der Regel kann Merino mit normaler Wäsche bei 40 Grad gewaschen werden. Wolle darf nicht gebügelt werden und sollte auch nicht im Trockner landen. Beim Kauf darf man beachten, dass die Teile gering einlaufen können. Wolle wird weniger häufig gewaschen, oftmals reicht einfaches Lüften um lästige Gerüche entgehen lässt.



Geschrieben von Silvio Graupner ( info [at] biwakscharte.de )

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