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Neue Mittel gegen Haarausfall in der Entwicklung


Haarausfall ist ein Leiden von Millionen - aber seit vielen Jahren hat sich in der Therapie kaum etwas verändert oder gar verbessert. Fast hoffnungslos forscht dei Industrie an neuen Wirkstoffen, wobei die Bestrebungen aufgrund der im Vergleich zu anderen Krankheiten sehr niedrigen Preise nicht sehr ausgeprägt sind.

Nur ganz wenige große Pharma-Unternehmen widmen sich dem Thema Haarausfall.

Doch inzwischen gibt es Hoffnung aus dem immer noch sehr jungen Gebiet der Biotechnologie. Immer mehr versteht man, wie und warum Haare wachsen und schließlich auch warum der Haarausfall eintritt. Und in der Tat ist dies ein sehr komplexer biologischer Vorgang. Denn verschiedene Verläufe überlagern sich im Leben eines Menschen. Kommt das Baby in der Regel nur mit sehr wenigen Haaren auf die Welt, so wachsen ihm doch in wenigen Monaten die Haare auf dem Kopf. Im Bereich der Achsel und der Intimregion beginnt der Haarwuchs allerdings erst in der Pubertät. Hinzu kommt, dass jedes einzelne Haar einem ständigen Zyklus von Wachsen und Ausfallen unterworfen ist. Dies stellt sicher, dass sich die Haare als wichtige Schutz im Leben des Menschen ständig erneuern. Immer wieder läuft dieser Zyklus ab, und nur wenn mehr Haare ausfallen als nachwachsen spricht man von Haarausfall.

Wachstumsfaktoren regulieren Haarausfall

Inzwischen hat die Forschung weitere Bruchteile des noch weitgehend ungeklärten Mechanismus kennengelernt. Klar ist mittlerweile, dass die Bildung der Haare in mit den Stammzellen verbunden ist. Jüngste Berichte zeigen, dass aus den eigentlichen Stammzellen ganz spezifische Vorläuferzellen gebildet werden, aus denen dann die Haare entstehen. Gerade dieser Aspekt hat die Hoffnung erweckt, dass zum Wachsen neuer Haare keine neuen Stammzellen benötigt werden, sondern auf diese Vorläuferzellen zurückgegriffen werden kann beziehungsweise noch vorhandene Haarfollikel in ihrem Wachstum wieder reaktiviert werden können.

Mehrere Anbieter sind dabei, entsprechende Produkte zu entwickeln. Gemeinsam ist ihnen allen, dass sie die natürlichen biologischen Wachstumsfaktoren ausnutzen, die auch bei Menschen den Wechsel von Wachstum und Haarausfall regeln. Noch, und das ist das große Problem an diesem neuen Mitteln, ist man auf mehr oder weniger willkürliche Mischungen dieser Wachstumsfaktoren angewiesen.




Geschrieben von Andreas Städtgen ( info [at] sensitiv.de )

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