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Schmuck der Kelten und Skandinavier im Mittelalter

Schmuck im Mittelalter


Schmuck ist seit jahrtausenden ein Ausdruck von Individualität und auch ein Statussymbol. Schon aus dem Steinzeitalter gibt es Funde von geschnitzten Knochen und verzierten Steinen, welche nur zu einem Zweck dienten: Schmuck.


Nach der Antike diente auch im Mittelalter Schmuck besonders dazu, seine Religion, seinen Stand oder seine (bescheidene) Individualität auszudrücken. Dazu wurden je nach Möglichkeit allerlei Materialien verwendet: Horn, Knochen und Holz, sowie Edelmetalle wie Bronze, Silber und Gold wurden mehr oder weniger verziert zu Schmuckstücken verwandelt.

Keltischer Schmuck

In der keltischen Kultur waren Symbole sehr beliebt, welche eine Dreiheit ausdrückten. Eine der wichtigsten Dreiheiten waren die damals bekannten Elemente Feuer, Wasser und Luft aber auch Vergangenheit, gegenwart und Zukunft in vielerlei Varianten. Ausdruck der Dreiheit waren die Symbole der Triskele (Drei Spiralarme) und der Triquetta (Drei ineneander verschlungende Dreiecke).
Ein weiteres sehr belibtes keltisches Symbol war der keltische Knoten. Den Knoten gab es dabei in zahllosen variaten, wichtig war nur, dass er unendlich war, d.h. das Ende ging wieder in den Anfang über. Der unendliche Knoten war folglich das Zeichen für die Unvergänglichkeit und ständige Wiederkehr.
Da Pferde einen besonderen Stellenwert in der keltischen Kultur hatten (Die Kelten waren lange vor der römischen Zivilisation in der Lage Streitwagen zu lenken, was der Ausbreitung des Keltentums sehr zu Gute kam), waren diese als Symbol für Schmuck und Kunst ebenfalls sehr beliebt.


Nordischer Schmuck

Bei den skandinavischen Kulturen waren besonders Symbole beliebt, welche einen direkten Bezug zu den nordischen Göttern hatten. An erster Stelle steht hier natürlich der Thors Hammer, welcher als Symbol für Stärke und Mut stand und auch heute noch sehr beliebt ist. Auch Abbildungen von Midgardschlangen und stilisierten Wikingerschiffen dienten genre als Schmuckstücke.

Das christliche Kreuz hat in der nordischen Kultur dabei einen ganz eigenen Stellenwert gehabt:
Durch die zunehmende Christianisierung in den umliegenden Ländern und der rücksichtslosen Einstellung der Christen gegenüber anderen Religionen (Ein Gott für alle) wurden die nordischen Kulturen immer mehr bedrängt.
Um nun politische Bündnisse schliessen zu können, wurden ganze Regionen durch die nordischen Clanoberhäupter zwangsweise christianisiert und getauft. Um den chrisktlichen verbpündeten nun anzuzeigen, dass es wirklich ernst gemeint war, wurden Thors Hämmer verbannt und durch christlichen Schmuck ersetzt.
Aber nur nach außen: Unter der Gewandung wurde selbst von den nordishcne Herrschern immer noch der Thors Hammer getragen und Odin und Thor heimlich wieter Opfergaben erbracht. Selbst heutzutage ist der Thors Hammer in einigen skandinavischen Regionen häufiger anzutreffen, als das christliche Kreuz ;)


Geschrieben von André Gebien ( andre.gebien [at] taberna-mercatoria.de )

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