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In München ist „Shabby Chic“ als Einrichtungsstil neuerdings...
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In München ist „Shabby Chic“ als Einrichtungsstil neuerdings wieder in aller Munde – der Trend formiert sich neu. Auch wenn hier in bayerischen Landen der Landhausstil noch nie wirklich out gewesen ist, nun setzt er unter „Shabby Chic“ oder „Vintage“ erneut zum Überholen an. Grund für den Antik-Guide, eine bayerische Antiquitätenübersicht, die Münchner Antiquitätengeschäfte nach ihrer Definition von „Shabby Chic“ zu fragen. Wie nicht anders zu erwarten meint der Antikmarkt-Händler dass es sich dabei um Einrichtungsideen vom Flohmarkt handelt, die zweckentfremdet und neu patiniert werden. Dann jedoch teilen sich die Meinungen. Geht der eine davon aus, dass es sich um ländliche Einrichtungsgegenstände und Accessoires handelt, sieht der andere einfach die Herkunft als Flohmarkt- oder Trödelware als Bewertungskriterium. Die Kunst- und Antiquitätenbesitzer möchten nicht unbedingt mit dem Begriff „shabby chic“ in Verbindung gebracht werden, gerade die hochwertigen unter den Münchner Antiquitätenhändler winkten deshalb schon bei der Fragestellung ab. Die Kunst des Nachhakens brachte Definitionen wie: skandinavisch gehaltener Wohntrend, überwiegend weiß oder hellcreme Gestrichenes mit Gebrauchsspuren, die nicht verschleiert, sondern ganz im Gegenteil, noch konserviert wurden. Auf die Nachfrage ob denn dann nicht alle gefassten Möbel „shabby chic“ seien, gab es unsicheres Schulterzucken und die erneute Abwiegelung der Fragestellung. Allgemeingültig lässt sich sagen, dass es quer durch alle Stile in erster Linie um die Patina der Objekte geht, um in Schönheit gealterte Oberflächen, seien diese aus Holz, mit Gebrauchsspuren oder nur abgeblättertem Lack, oder Stoffe in ausgeblichenen Farben und mit abgewetzt aussehender Oberfläche. Dem ersten Part des Namens folgend sollten die Möbel oder Accessoires liederlich, armselig, schäbig oder auch verfallen und ärmlich ausschauen. Durch den zweiten Teil wird der armselige erste Eindruck aufge“chic“kt und prächtig gemacht. Rachel Ashwell, die Namenspatronin wäre sicherlich amused über die Fragen, die der von ihr kreierte Begriff aufwirft. Mixt sie doch kunterbunt und unbefangen Landhaus mit gustavianisch und fügt unter Umständen und je nach Ausbeute ihrer Streifzüge gerne auch Louis Seize hinzu. Inspiration bietet sie mit den von ihr erschienenen Büchern. Relativ neu erschienen ist dabei „The Shabby Chic Home“, in dem sie den Leser teilhaben lässt am Einzug in ihr eigenes Haus. Da die Schönheit bekanntlich im Auge des Betrachters liegt, ist es am Käufer zu bestimmen was nun shabby, chic oder „Shabby chic“ sein soll. Geschrieben von Margit Häuser ( artikel [at] antik-guide.de ) |
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