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Informationen über die Mundschleimhauterkrankung Aphthen
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Aphthen sind kleine, meist rundliche oder ovale, häufig auch schmerzhafte Bläschen, die generell an Schleimhäuten, meist aber vornehmlich an der Mundschleimhaut, auf der Zunge und im Rachenraum auftreten können. Die Bläschen bestehen aus einer äußeren, entzündeten Region und einem Kern, der mit einem weißlichen Fibrinbelag überzogen ist. Aphthen können je nach Größe und Position äußerst schmerzhaft sein und sogar das Kauen, Schlucken und Sprechen stark beeinträchtigen. Man unterscheidet grundsätzlich zwei Typen: Beim sogenannten Minor Typ treten die Aphthen nur vereinzelt auf und bleiben auch relativ klein. Beim Major Typ werden sie größer, kommen häufig auch in großer Anzahl vor und heilen nur langsam und unter Narbenbildung ab. Mit Vorliebe siedeln Aphthen an Stellen, die etwa durch häufige Bewegungen regelmäßig beansprucht werden. Besonders Träger von Zahnspangen sind gefährdet. Die Druckstellen, die diese verursachen, sind ideale Brutstätten für die schmerzhaften Plagegeister. Die entzündliche Schleimhautveränderung wird allerdings nicht durch bakterielle Prozesse hervorgerufen und ist daher abzugrenzen von ähnlichen Erscheinungen, die aber durch Herpes- oder Viruserkrankungen hervorgerufen werden. Die tatsächlichen Entstehungsursachen sind bis jetzt noch ungeklärt. Am wahrscheinlichsten werden immunologische Reaktionen für die Entwicklung von Aphthen verantwortlich gemacht. Unter anderem wird beobachtet, dass bestimmte Lebensmittel, wie etwa Nüsse und Zitrusfrüchte sowie Medikamente die Entstehung von Aphthen begünstigen. Auch scheint eine gewisse Komorbidität zu einigen Krankheiten wie etwa Morbus Crohn oder auch schlicht zu grippalen Infekten zu bestehen. Hormonelle Prozesse und temporäre psychische Belastungen und Stress wirken sich zudem ebenso positiv auf die Bildung von Aphthen aus, wie auch der Mangel an wichtigen Vitaminen. Außerdem scheinen auch genetische Dispositionen eine Rolle zu spielen. Bestimmte Typen von Aphthen treten oft in familiärer Häufung auf. Aphthen heilen meist innerhalb von 10 bis 14 Tagen selbstständig ab. Regelmäßige Mundhygiene und Desinfektion sind wichtig. Letztere kann aber nur vorbeugend ansetzen, um eine zusätzliche Infektion mit Bakterien und damit eine Verzögerung des Heilungsprozesses zu verhindern. Schmerzstillende Wirkstoffe sollten ebenfalls Bestandteil einer Medikation sein. Homöopathisch wirken zum Beispiel Tinkturen und Mundspülungen mit Extrakten aus Salbei, Kamille, Arnika und Rhabarberwurzel oder auch Teebaumöl. Lokale Schmerzmittel oder auch einfach Kühlung durch Eiswürfel wirken häufig effizienter und schonender als die orale Einnahme von Schmerzpräparaten. Gelegentlich greift man auch auf Cortison zurück, dessen Wirkung aber bis jetzt nicht eindeutig bewiesen werden konnte. Befürworter von Hausmitteln propagieren außerdem Methoden wie das Trinken von Zitronensaft oder das Betupfen der Aphthen mit dem Saft einer rohen Zwiebel. Auch die Einnahme von Zink, Kalzium oder Folsäure wird empfohlen. Allerdings liegen keiner dieser Empfehlungen zur Zeit gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse zugrunde. Wer anfällig für Aphthen ist, kann dennoch einige vorbeugende Maßnahmen treffen. Vor allem sollten die potenziellen Auslöser wie Nüsse und Zitrusfrüchte gemieden werden. Das Immunsystem sollte gestärkt und regelmäßig sorgfältige Mundhygiene betrieben werden. Geschrieben von Bettina Mauer ( info [at] aphthenschmerz.de ) |
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