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Bei Nachtstrom hilft der digitale Stromzähler kosten senken
Die Einführung von intelligenten Stromzählern ist derzeit ein großes Thema. Das Energiewirtschaftsgesetz, das 2008 in Kraft getreten ist, besagt, dass bei Neubauten und Modernisierungen ab Anfang 2010 ausschließlich intelligente Stromzähler installiert werden müssen. Die elektronischen Zähler, auch „Smart Meter“ genannt, sollen nach und nach den traditionellen Stromzähler ablösen, der derzeit noch in den meisten Haushalten vorhanden ist.

Für die in der letzten Zeit immer seltener abgeschlossenen Nachtstrom Tarife könnten die intelligenten Stromzähler Kostenersparnisse bringen. Denn Voraussetzung für die Nutzung von Nachtstrom ist ein Stromzähler, der zwei Tarife unabhängig voneinander messen kann. Meist verfügen solche Zähler über zwei getrennte Anzeigen. Solche Zweitarifzähler waren früher oftmals mit zusätzlichen Kosten verbunden, da oftmale einer erhöhte monatliche Grundgebühr erhoben wurde. Die neuen digitalen Stromzähler könnten dieses Problem beseitigen

Beim traditionellen Ferraris-Zähler erfolgt die Messung auf der Grundlage einer durch Magnetfelder angetriebenen Aluminiumscheibe. Durch die wiederum wird mechanisch ein Zählwerk in Gang gesetzt. Daran wird schließlich der Stromverbrauch abgelesen. Beim intelligenten Zähler erfolgt die Messung elektronisch. Die gewonnenen Daten werden über Festanschluss, Mobilfunk oder Internet an den Energieversorger übermittelt. Diese Fernablesung geschieht automatisch vier Mal pro Stunde. Der tatsächliche Verbrauch kann so präziser abgerechnet werden.

Die Geräte messen nicht nur die Gesamtmenge des verbrauchten Stroms, sie geben auch Aufschluss darüber, wann genau wie viel Energie verbraucht wurde. Dieser kann vom Stromkunden jederzeit über das Internet in einem passwortgeschützten Bereich eingesehen werden. Verbraucher behalten auf diese Weise einen besseren Überblick darüber, wo zu welcher Zeit am meisten Energie verbraucht wurde und können so eventuelle Stromfresser entdecken.

Intelligente Stromzähler haben jedoch auch Kritiker. Zum einen bezweifeln Datenschützer die Sicherheit der übermittelten Daten und sprechen vom „gläsernen Kunden“. Auch die Stromersparnis ist langfristig nicht so hoch wie erhofft, wie Studien bereits gezeigt haben. Verbraucher stellen auf lange Sicht ihre Lebensgewohnheiten und ihr Verbrauchsverhalten nicht in dem Maße um, wie zunächst angenommen.

Zudem zahlen Kunden bei einem Anbieterwechsel drauf. Für die elektronischen Zähler gibt es noch keine einheitlichen Standards. Daher muss bei jedem Wechsel ein neues Gerät eingebaut werden. Die Kosten, die dadurch entstehen, zahlt der Stromkunde. Dennoch sieht das Bundeswirtschaftsministerium für die kommenden Jahre eine rasante Zunahme von digitalen Stromzählern voraus. Bis zum Jahr 2020 sollen 80 Prozent aller Privathaushalte mit digitalen Zählern versehen sein.

Geschrieben von Andreas Madel ( info [at] kwh-preis.de )

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