Nachwachsende Rohstoffe
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Zu den nachwachsende Rohstoffen gehören alle pflanzlichen und tierischen Erzeugnisse, die stofflich nutzbar sind. Der bekannteste nachwachsende Rohstoff dürfte das Holz sein. Aber auch Rohstoffe wie Baumwolle oder Wolle sind allgegenwärtig. Neben der stofflichen Nutzung spielt heute auch zunehmend die thermische bzw. energetische Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen eine Rolle. Genaugenommen könnte man auch Erdöl oder Erdgas zu den nachwachsenden Rohstoffen zählen, da auch diese einst aus Biomasse entstanden. Doch diese „prähistorischen“ Rohstoffe werden heute nicht zu den Renewables gezählt. Angesichts der in den letzten Jahren steigenden Rohstoffpreise (der allgemeine Rohstoffpreisindex ist aus einem hundertjährigen Abwärtstrend nach oben ausgebrochen) werden auch die nachwachsenden Rohstoffe zunehmend interessanter. Die Nutzer hoffen hier ein Alternative zu konventionellen Rohstoffen zu finden und die Landwirte hoffen aufgrund der steigenden Preise auf interessante Anbaualternativen. Neben dem Holz sind als stofflich nutzbare Rohstoffpflanzen insbesondere der Raps und Palmöl zu nennen. Sowohl der Raps als auch die Ölpalme seind ertragreiche Ölpflanzen. Rapsöl und Palmöl kann sowohl in der Lebensmittelindustrie als auch als Biotreibstoff Verwendung finden. Aus dieser Möglichkeit der Doppelnutzung als auch aus der Flächenkonkurrenz wird deutlich, dass es in Zukunft durchaus eine Konkurrenzsituation zwischen Lebensmitteln und nachwachsenden Rohstoffen geben kann und geben wird. Aber nicht nur als Ölpflanzen lässt sich Bioenergie gewinnen. Auch Pflanzen, die in der Lage sind, große Mengen an Biomasse zu generieren, werden zunehmend zur Energiegewinnung eingesetzt. Hier sind schnell wachsende Hölzer zu nennen, aber auch Miscanthus. Miscanthus wird auch Chinaschilf oder Elefantengras genannt. Dieses Gras kann über Jahre hinweg geerntet werden. Neben der energetischen Nutzung kann das Gras auch stofflich genutzt werden, z.B. um Dämmstoffe zu produzieren. Zu guter Letzt kommen auch immer mehr neue Faserpflanzen in Mode, aus denen sich Textilfasern gewinnen lassen. Hier sind Pflanzen wie der Hanf oder die Faserbrennessel zu nennen. Aber auch aus Pflanzen wie Bambus oder der Sojabohne werden heute Textilfasern synthetisiert. Diese Alternativen sind sehr wichtig, weil aufgrund der Nachfrage aus Ländern wie China oder Indien Alternativen zur Baumwolle wichtig werden. |
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Geschrieben von Klaus-Martin Meyer ( km [at] telefon.de )
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