Numerologie - Mathematik oder Astrologie ?

Numerologie


Eine der ältesten Geheimwissenschaften ist die Numerologie. Diese wurde zur Ermittlung des Schicksals benutzt. In diesem System hat jeder Name, oder jedes Datum einen Zahlenwert, dem eine bestimmte Bedeutung zukommt. Numerologen können durch diese persönlichen Zahlen rückführende Schlüsse auf Charakter und Lebensweg von Personen finden.

Diese Zahlen zu ermitteln, ist Aufgabe der Numerologie. Man sieht es heute häufiger im Fernsehen auf Astrolines, wenn mittels der Geburtsdaten des Anrufers der Astrologe eine kurze Charakteranalyse macht. Die Frage ist jedoch, ob es sich hier um reine Mathematik handelt, bzw. was hinter diesem Zahlensystem steckt, mit dem man Schlüsse auf den Charakter des Anrufers oder seines Schicksals zieht. Hinweise auf diese „Künste“ finden sich schon in den ältesten Schriftstücken, z.B. bei den Japanern, Babyloniern oder Chinesen. In den Aufzeichnungen der unterschiedlichen Kulturkreise fanden sich weitgehende Übereinstimmungen in der Numerologie und der Astrologie.

Astrologie und Astronomie bildeten in der Antike ein Einheit. Mittels der Astronomie berechneten die Astrologen die Sternenkonstellationen und als Staatsastrologen berieten sie die Herrscher und berechneten die Kalender für die Ernten. Die Numerologie und die Astrologie, welche ursprünglich ein gemeinsames Wissensgebiet waren, wurde im 4000 bis 2000 v. Chr. so umfangreich, daß man es in zwei Gebiete aufteilte. Zur Fundierung ihrer Aussagen bedienten sich die Astrologen weiter der Astronomie. Die Astrologen haben noch bis in das hohe Mittelalter ihre Aussagen numerologisch abgesichert. Heute ist noch jeder Nummer ein Himmelskörper zugeteilt. Genau wie bei den Horoskopen der Astrologen. Damit können die Numerologen die Schwingungendes Planeten als Einfluss auf die Nummer zurückführen. 


Wie entwickelte sich aber das numerische System? Es gibt im wesentlichen 2 Strömungen. Jeder kennt aus der Mathematik den Satz des Pythagoras, der die Berechnung des Dreiecks beschreibt. Die Forschungen des Pythagoras gingen weit über die Themen der reinen Mathematik hinaus, bis in die mystischen Grenzwissenschaften. Er arbeitete mit den Zahlen 1 bis 9. Die zweite Strömung kommt von Cheiro, der ein System entwickelte, daß sehr wahrscheinlich der Kabbala entstammt. Dieses System arbeitet allerdings ohne die Zahl 9. Cheiro begründete das Wegfallen der Zahl 9 damit, dass diese „heilige“ Zahl nicht verwendet werden dürfe, wenn man beim Menschlichen eine Auszählung vornehme. Was allerdings fragwürdig erscheint, da er bei der Auswertung die 9 berücksichtigt. 


Pythagoras hingegen, bestand darauf, dass eine Zahl nicht einfach ausgelassen werden darf. Hintergrund ist eine sprachliche semantische Problematik. Jede Zahl und Bedeutung ist mit einem Laut verbunden, ähnlich wie zum Beispiel auch die Silbe OM. Im Kulturraum des Cheiro gab es in den Sprachen diesen Laut einfach nicht. So ist die Entwicklung dieser Geheimwissenschaften auch immer stark mit der kulturellen,religiösen sprachlichen Entwicklung der Völker verbunden.In diesem Fall mit denen der indogermanischen und semitischen Völker.

 
 
 
 


Geschrieben von Sabine Schneider ( sonne19732 [at] web.de )

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