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Kauf eines Ölvorwärmers
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Dass Öl vor dem eigentlichen Brennvorgang vorgewärmt werden muss, klingt vielleicht im ersten Moment paradox, ist aber aus einem bestimmten Grund nötig. Vor allem bei Brennern mit geringem Öldurchsatz dient das Vorwärmen nämlich dazu, die Viskosität des Heizöls zu reduzieren. Die so entstehende, feinere Zerstäubung mit kleineren Durchmessern der Öltropfen führt, insgesamt betrachtet, zu einer Vergrößerung der nutzbaren Oberfläche des Brennstoffes, was eine saubere Zündung begünstigt und ein ergiebigeres Brennverhalten bewirkt. Dabei beginnt der Ölvorwärmer gleich nach der Wärmeanforderung durch das Thermostat damit, das Heizöl auf die richtige Temperatur zu erhitzen. Um die als optimal geltende Viskosität bei der Zerstäubung zu erreichen, die als ein Wert zwischen 2 - 3 mm²/s definiert ist, sollte der Ölvorwärmer den Brennstoff auf eine Temperatur vorheizen können, die zwischen 45 und 80 Grad Celsius liegt. Dabei wird die so genannte Kaltstartverriegelung über einen in den Vorwärmer integrierten Thermostaten gesteuert, der den Stromfluss zum Steuergerät erst nach Beenden der Aufheizung freigibt. Tatsächlich ist die häufigste Ursache für eine Störung im Brennvorgang der Vorwärmer. Wenn die Störlampe am Brenner keine Unregelmäßigkeiten anzeigt aber trotzdem nichts passiert, ist es im höchsten Maße wahrscheinlich, dass dieser gewechselt werden muss. Um festzustellen, ob ein Defekt vorliegt, muss die Vorwärmzeit des Heizöls im Auge behalten werden. Diese beträgt in der Regel nicht mehr als zwei Minuten. Ist nach Verstreichen dieses Zeitfensters keine Reaktion im Brenner ersichtlich, gibt der Vorwärmer den Stromfluss nicht frei, was einen vorliegenden Defekt des Gerätes bestätigt. Eine, jedoch risikobehaftete, Lösung des Problems ist das Überbrücken des Ölvorwärmers am Sockel des Steuergerätes. Ein solches, sofortiges Anfahren des Brenners sollte jedoch in keinem Fall als Dauerlösung betrachtet werden, da sich ohne das Vorwärmen des Öls das Brenn - sowie das Kaltstartverhalten merklich verschlechtern. Sollte der Vorwärmer im Feuerungsautomaten überbrückt worden sein, müssen außerdem die Emmissionswerte überprüft werden, da aufgrund der veränderten Viskosität eine größere Menge des Brennstoffes durch die Düse geschleust wird. Besser ist es, das defekte Gerät auszutauschen. Ölvorwärmer entsprechen immer dem jeweiligen Model des Brenners in individueller Weise. Deshalb muss neben der korrekten Leistung auch die Größe und vor allem die Baulänge des Vorwärmers beachtet werden, der erworben werden soll. Die genaue und umfassende Information im Fachgeschäft oder auf den Internetseiten der Hersteller ist deshalb ratsam. Geschrieben von Udo Kürstich ( udok1975 [at] gmx.de ) |
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