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Porsche Enkel Piëch regelt Erbschaftsangelegenheiten
Ferdinand Piëch, Oberhaupt eines milliardenschweren Porsche Familienimperiums, hat es nun mit 73 Jahren wohl an der Zeit gefunden, sich Gedanken über den Tod hinaus zu machen. Respektive darum wie er, Piëch, Porsche Firmenvermögen am besten vor eventuellen Unstimmigkeiten, und die sollen ja nun mal bekanntlich in den besten Familien vorkommen, sichern kann. Porsche Miteigentümer Ferdinand Piëch ist immerhin Vater von zwölf Kindern, die zudem vier verschiedene Mütter haben.

Allein aus dieser Konstellation wird klar, dass, wenn es eines Tages ans Erben des immensen Porsche Vermögens geht, Probleme gar nicht ausbleiben können. Porsche Magnat Piëch wollte wohl auch in dieser Angelegenheit die Öffentlichkeit informiert wissen, denn dem Nachrichtenmagazin „Focus“ liegen getroffene Entscheidungen hinsichtlich des Piëch-Vermögens und weitere umfangreiche Dokumente angeblich vor. Dem Focus-Bericht zufolge hält der 73-jährige Ferdinand Piëch knappe sieben Prozent an der Porsche Automobil Holding und außerdem zehn Prozent beim größten Autohändler Europas, der Salzburger Porsche Holding. Bekanntermaßen hat die Porsche Automobil Holding die Mehrheit bei den Autoherstellern Volkswagen und Porsche, sodass Piëch somit indirekt auch an Volkswagen beteiligt ist. Außer ums Privatvermögen geht es beim Porsche Imperium, einem der größten und mächtigsten Automobilhersteller weltweit, nicht zuletzt auch um die weitere Zukunft von fast 400.000 Firmenmitarbeitern.

Eine Lösung, die dem Volkswagen-Aufsichtsratsvorsitzenden und Miteigentümers von Porsche, Ferdinand Piëch, wohl sichtlich zusagte, ist das Modell der Bosch-Stiftung: „Mir liegt die gesicherte Zukunft unserer Unternehmen am Herzen. Deswegen und im Sinne der Nachhaltigkeit habe ich mich - ähnlich wie Bosch es getan hat - für die Stiftung entschieden“, sagte Piëch denn auch gegenüber dem Magazin „Focus“. Die Robert Boch Stiftung GmbH, unvorstellbare fünf Milliarden Euro schwer, kontrolliert ganze 92 Prozent der Automobilzulieferer-Anteile. Automanager Ferdinand Piëch habe nun seine Porsche-Anteile an zwei österreichische Holdings, den Privatstiftungen Ferdinand Karl Alpha und Ferdinand Karl Beta übertragen. So jedenfalls berichtete es das Nachrichtenmagazin „Focus“. Porsche Milliardär Ferdinand Piëch wolle damit vermeiden, dass Erben des Automobilhersteller-Imperiums später, also nach Piëchs Tod, Firmenvermögensteile vorschnell verkaufen könnten, so „Focus“ weiter.

Bis es eines Tages soweit sein wird, habe einzig und allein Ferdinand Piëch in den Privatstiftungen Ferdinand Karl Alpha und Ferdinand Karl Beta das Sagen, wie dem „Focus“ vorliegende Dokument angeblich belegen. Eine 38 Seiten umfassende Stiftungsurkunde soll detailliert regeln, wie mit Piëchs Porsche Anteilen nach dessen Tod umzugehen sei. Demnach räume der Miteigentümer des Stuttgarter Sportwagenherstellers Porsche seiner jetzigen, 19 Jahre jüngeren Ehefrau Ursula mit der Einschränkung, dass beide sich nicht vorzeitig trennen und sie nach seinem Tod nicht wieder heiraten würde, eine überragende Rolle sein.

Glaubt man den Informationen des „Focus“ würden den 12 Kindern in der Stiftung des Porsche Enkels Piëch nicht gleiche Rechte für alle eingeräumt, laut Stiftungsurkunde sollen die ehelichen Kinder angeblich besser gestellt sein. Der Aussage Piëchs zu seinen neuesten Vermögensregelungen: „Dabei weiß ich die Mehrheit meiner Erben hinter mir“ sollen Porsche Nachkommen gegenüberstehen, die mit dem letzten Willen des Vaters nicht ganz einverstanden seien, was wiederum aus Quellen, die dem „Focus“ zur Verfügung stünden, hervorgehen soll. Vor allem richte sich der Unmut einiger Piëch-Kinder, die ein Teil des Porsche Vermögens erben werden, gegen Stiftungsstatuten, die einen Verkauf eigener Anteile an Porsche fürderhin fast unmöglich machen sollen. Laut vorliegendem Focus-Material soll ein Verkauf von Anteilen an Porsche, die eines der Kinder eventuell ins Auge fassen sollte, nur dann möglich sein, wenn Vorstand und Stiftungsbeirat dafür votierten und mindestens neun von den 12 Kindern dem zustimmen. Das macht es schwer, ans Vermögen von Porsche heranzukommen, daher will wohl dieser oder jener Porsche Erbe (Namen wurden nicht genannt) angeblich juristische Wege bezüglich des Porsche-Vermächtnisses prüfen lassen.


Geschrieben von Oliver Lindner ( ol [at] seo-kueche.de )

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