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Private Altersvorsorge anstelle von Geschenken
Wie sah es unter den Tannenbäumen Deutschlands Weihnachten 2007 aus? Nach einer Erhebung der Postbank: ziemlich mau. Denn im Vorfeld der feierlichen Tage wollte jeder dritte Berufstätige an Geschenken sparen - zugunsten der eigenen privaten Altersvorsorge.

In einer bundesweiten Umfrage der Postbank, die zusammen mit dem Institut für Demoskopie Allensbach durchgeführt wurde, gab exakt jeder dritte Berufstätige (33 Prozent) an, auch bei Geschenken zu Weihnachten sparen zu wollen, um eine bestehende private Altersvorsorge aufstocken zu können. In 2006 ergab die Untersuchung eine Bereitschaft von lediglich 23 Prozent. Hintergrund: Fast die Hälfte aller Berufstätigen, genau 42 Prozent, empfindet inzwischen die eigenen Aufwendungen zur privaten Altersvorsorge als unzureichend.

Private Altersvorsorge für Männer wichtiger als Geschenke
46 Prozent der Berufstätigen gaben dementsprechend an, künftig ihre Investitionen in Sachen private Altersvorsorge aufstocken zu wollen. Deutlich wird die Einsicht, nicht ausreichend vorgesorgt zu haben, auch an folgenden Zahlen: Derzeit liegen die monatlichen Ausgaben der Berufstätigen für die private Altersvorsorge bei durchschnittlich knapp 200 Euro. Als ideal werden von ihnen jedoch rund 270 Euro erachtet. Also liegt es nahe zu sparen, beispielsweise an Geschenken. Dazu sind übrigens ganz besonders die Männer bereit: Derer sind es 36 Prozent. Gleicher Prozentwert gilt für Personen mittleren Alters und damit für die Gruppe der 30- bis 49-jährigen Berufstätigen.

Postbank: Geschenke werden vor allem im Westen eingespart
Die Postbank-Studie offenbart darüber hinaus Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschen. Während 35 Prozent der westdeutschen Berufstätigen, die bereits Geld aus einer privaten Altersvorsorge erwarten können, an Geschenken zum Ausbau der bestehenden Vorsorge sparen würden, sind es bei den ostdeutschen mit 26 Prozent deutlich weniger. Der Einzelhandel jedenfalls hat mittlerweile bereits ein Resümee gezogen: Das Weihnachtsgeschäft hätte in 2007 besser laufen können. Und was sagen die großen Versicherungen? Warten wir die Geschäftszahlen des letzten Quartals ab. Die werden im Jahr 2008 sicher vorgelegt werden und entsprechenden Aufschluss bringen. Vielleicht war ja etwas dran an den Umfrageergebnissen der Postbank.

Geschrieben von Tina Gase ( red-ext [at] 1plus.de )

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