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Private Krankenversicherung für Studenten
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Eine private Krankenversicherung lohnt sich insbesondere für Studenten. Beamte, Freiberufler, Selbständige oder besserverdienende Angestellte (ab 2012 sind über 50.000 Euro Brutto-Jahresgehalt Voraussetzung) müssen sich bei einem Übertritt zu einer privaten Krankenkasse strengen bestimmte Kriterien unterziehen: Die Altersstufe, der Gesundheitszustand und die Bonität werden geprüft. Im Gegensatz dazu werben die privaten Krankenversicherer um Studenten, indem sie ihnen Top-Tarife mit bis zu 40% günstigeren Beiträgen und weitere Zusatzvorteile bieten. Wie kommen diese niedrigen Beiträge für die private KV für Studenten zustande? Beim sogenannten Normaltarif werden nicht nur das Alter, sondern auch das Geschlecht (Frauen werden höher eingestuft) und Gesundheitszustand mit einkalkuliert. Beim Studententarif wird dagegen geschlechtsunabhängig und für alle PKV-Unternehmen einheitlich kalkuliert. Lediglich die Zuschläge für besondere Leistungen oder zusätzliche Risiken sorgen für die Beitragsdifferenzen von einem Anbieter zum anderen. Auch werden bei den Studententarifen geringere bis gar keine Altersrückstellungen mit eingerechnet. Eine Wartezeit bei bestimmten Leistungen entfällt in der Regel. Die Vorteile für Studenten: Späte Studienanfänger oder Studierende, die während des Studiums Geld verdienen müssen, überschreiten leicht die von der GKV vorgesehene Altersgrenze von 30 Jahren oder die vorgeschriebenen Regelstudienzeiten der GKV. Im Gegensatz dazu gelten die Studententarife der PKV bis zum Examenssemester beziehungsweise bis Ende des 33. Lebensjahres. Im letzten Semester wird ein Zuschuss zu den Versicherungsbeiträgen gewährt. BAFÖG-Bezieher erhalten jeweils entsprechend länger Zuschüsse zu den monatlichen Versicherungs- und Pflegeversicherungsbeiträgen. Privat krankenversichern darf sich ein Student, sobald er spätestens drei Monate vor Immatrikulation bei seiner GKV eine Befreiung von der gesetzlichen Versicherungspflicht beantragt und diese bei Einschreibung vorlegt. Diese Befreiung gilt im Übrigen unwiderruflich und auch für ein eventuell folgendes Zweitstudium. Nach Überschreitung des 25. Lebensjahres ist der Wechsel zur PKV ebenfalls möglich, auf alle Fälle aber für alle erlaubt, die bisher freiwillig gesetzlich oder bereits in einer PKV versichert waren. Auch Studenten sollen vor Abschluss eines Versicherungsvertrages gründliche Vergleiche ziehen, um den individuell besten Versicherungsschutz für sich auszuhandeln. Online-Plattformen sowie die umfangreiche Informationen von Stiftung Warentest beziehungsweise Finanztest helfen, die Fülle der Angebote zu entschlüsseln und zu bewerten. Ein unabhängiger Berater leistet hier gerne Hilfestellung, vor allem, wenn es anschließend um das Ausfüllen des Antrages geht. Unabdingbar ist auch für Studenten die Gesundheitsprüfung. Hier gilt: verschweigen Sie keine chronischen oder Vorerkrankungen, Unfälle oder Allergien. Im Bedarfsfalle kann Ihnen der Versicherer sonst nämlich die Leistung verweigern. Falls gesundheitliche Probleme vorliegen, stellen Sie Ihren Antrag an mehrere geeignete Anbieter. Selbst wenn eine Ablehnung erfolgt, oder Risikozuschläge berechnet werden, bleibt eine Wahlmöglichkeit. Private Krankenversicherung Geschrieben von Kevin Klotz ( klotz_k [at] yahoo.de ) |
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