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Möglichkeiten und Unmöglichkeiten bei der RAID Wiederherstellung

RAID Systeme

Immer wieder landen RAID Systeme zur Datenrettung auf den Labortischen von Spezialfirmen. Dabei heißt doch RAID - redundant array of independent (ehemals inexpensive) discs, also Redundanz steht im Vordergrund. Daraus ergibt sich eigentlich eine mehrfache Verfügbarkeit oder Absicherung der Bestandsdaten, was eine Datenwiederherstellung unnötig machen sollte.
Im einfachsten Fall mit zwei Festplatten, wird eine davon auf die andere gespiegelt und die Daten sind doppelt vorhanden. Fällt nun eine aus, kann man mit der anderen einfach weiterarbeiten. Man spricht dann von einem RAID Level 1. Auch sehr beliebt ist das RAID Level 5, das aus mindestens 3 Festplatten besteht, auf die abwechselnd Daten, Daten und die daraus berechnete Parität geschrieben wird. Somit wird im Falle eines Ausfalls einer Platte gewährleistet, dass die Daten über die noch vorhandene Hardware neu berechnet werden kann.

Probleme mit RAID Systemen und Datenwiederherstellung

Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass z. B. ein RAID 5 sehr ausfallsicher ist, so lange man sich nur an die "vorschriftsmäßige Handhabung" hält. Um so erstaunlicher, dass bei Unternehmen zur Datenrettung von RAID Systemen und Festplatten nahezu täglich solche Fälle auflaufen. Meist ist es menschliches Versagen im Umgang mit einem technischen Defekt. Ein Beispiel:
Bei einem RAID 5 mit 8 Festplatten (hdd) wird dem Admin die Platte 5 als schadhaft angezeigt. Solange nicht mehr passiert, wird das System weiter stabil laufen. Die Ausfallsicherheit ist jetzt jedoch nicht mehr gegeben. Normalerweise entschließt sich der Admin dazu einen so genannten "Rebuilt" zu fahren, d. h. aus der Parität die fehlenden Daten der kaputten Platte neu zu berechnen. Meist bedarf dies einiger Zeit, weshalb es gerne nach Büroschluss durchgeführt wird. Es wird also am Slot 5 eine neue, unbeschriebene Festplatte mit mindestens der gleichen Kapazität eingebaut. Dem System wird diese Platte als Ziel angegeben und nun rechnet dieses fleißig los. So geschieht das mehrmals am Tag in Deutschland.
Oftmals wird jedoch gewartet bis man eine neue Platte hat oder es wird einfach vergessen, weil ja alles weiterhin funktioniert. Steigt dann eine weitere Festplatte aus, hilft nur noch das Speziallabor! Wurde zum Beispiel der Rebuilt auf die falsche Platte gestartet, ist ein Datenverlust nahezu unvermeidbar, im schlimmsten Fall ist sogar das ganze System unrettbar kaputt-repariert worden!

Fazit

Grundsätzlich sollte man immer wissen, was genau man an einem RAID System macht, und wie es sich auf die Bestandsdaten auswirkt. Sollte dies einmal nicht der Fall sein, wenden Sie sich schnellst möglich an eine Spezialfirma, wie Kuert Datenrettung Deutschland GmbH, denn ein Rat ist immer kostenlos und hilft manchmal den Supergau zu vermeiden. Reparieren Sie nicht selbst an Unmöglichkeiten herum, dafür gibt es Profis, die das täglich machen und auch mit Erklärungen für die Chefetage helfen können!


Geschrieben von Christoph Fischer ( christoph.fischer [at] datenambulanz.de )

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