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Eine kurze Prognose zur Zukunft des Bezahlfernsehens

Von Premiere zu Sky


Dem Bezahlfernsehen in Deutschland wurde es von Anfang an nicht gerade leicht gemacht. Als Premiere im Jahre 1990 aus der Taufe gehoben wurde bescheinigten die Analysten dem Unternehmen eine rosige Zukunft. Das Privatfernsehen hatte die deutschen Haushalte im Flug erobert und die Werbeeinnahmen sorgten in den Vorstandsetagen der neu etablierten Sender wie Sat1 und RTL für andauernde Festtagsstimmung.

Zu einfach dachte man, diesen Erfolg auch auf das Bezahlfernsehen umzumünzen. Nach dem Launch machte sich jedoch schnell Ernüchterung breit. Die gewünschte Anzahl an Abonnenten blieb aus und das Unternehem schrieb rote Zahlen. Auch eine Beteiligung von Leo Kirch half nicht, den Karren aus dem Dreck zu ziehen.

Es folgten mehrere Umbenennungen und verschiedene Marketingstrategien wurden ausprobiert. Letztendlich half nichts, um den Deutschen das Privatfernsehen schmackhafter zu machen. Was im Ausland ohne Probleme zu funktionieren schien, sollte in Deutschland einfach nicht klappen.

Mitte 2009 wurde die Premiere AG in die Sky Deutschland AG umbenannt und einer breiten Neustrukturierung unterzogen. Der Großauktionär Rupert Murdoch hatte es sich zum Ziel gesetzt die Erfolge, die Sky in anderen europäischen Ländern wie England oder Italien verbuchen konnte, auch in Deutschland zu erzielen.
Trotz einer riesigen Marketingaktion und horrend hohen Werbe-Etats meldeten sich weniger neue Abonnenten an, als bevor prognostiziert. Als Chance für Sky wird von Branchenkennern gesehen, dass seit 2008 ein ständiger Anstieg der HD-fähigen Empfangsgeräte in deutschen Haushalten beobachtet werden kann. Da Sky komplett in HD sendet, bietet der Pay-TV Kanal potenziellen Kunden somit einen Mehrwert.

Ausblick
Bis jetzt besteht jedoch immer noch der Anschein, als würde das Bezahlfernsehen in Deutschland auch dieses Mal scheitern. Gründe hierfür sind unter anderem der hohe Preis und die Vertragsbindung über mindestens 12 Monate. Zwischenzeitlich mussten potenzielle Kunden fast den doppelten Preis eines Premiere-Abos zahlen, um das Sky Programm als Basisversion zu empfangen. Möchte der Kunde seine Programme auch in HD empfangen, so wird hierfür eine extra Gebühr fällig.
Es ist ein Fakt, dass Sky bis jetzt von den Kunden noch nicht wirklich angenommen wird. Laut Branchenberichten müsste Sky über ca. 3 Millionen Abonennten verfügen, um in die Gewinnzone zu kommen. Dass dieses Ziel bis zum Ende des Jahres erreicht wird, ist jedoch stark zu bezweifeln.


Geschrieben von Peter Hahnefeld ( peterhahnefeld [at] googlemail.com )

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