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Eine gute Raumakustik und ihre Auswirkungen
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Beobachtet man Kinder und Jugendliche, wie sie lärmend durch die Innenstädte ziehen oder laut streitend die Straßenbahnstationen bevölkern, kann in ihrem Verhalten, im Vergleich zu den jungen Menschen vor zwanzig Jahren, eine gewissen Entwicklung und Veränderung beobachtet werden. Einerseits gab es natürlich eine positive Tendenz, denn Jugendliche sind heute viel selbstbewusster als früher und stehen nicht mehr sosehr unter dem Einfluss der Eltern. Andererseits geht der Trend aber leider auch stark in Richtung Undiszipliniertheit. Vor allem im Schulalter nehmen Schüler kein Blatt vor den Mund, sondern posaunen Laut herum was ihnen gerade durch den Kopf geht. Am stärksten betroffen von dieser Veränderung sind neben den Eltern auch die Lehrer, denn die trifft nicht nur das Geschrei und Gelärme einzelner, sondern die geballte Ladung Lärm, die zwanzig bis dreißig Kinder zu erzeugen im Stande sind. Eine gute Raumakustik könnte dieses Problem zwar nicht lösen, aber doch die Qualität des Umfelds, für den Lehrer, etwas verbessern. Natürlich geht es auch um die Hörorgane der Kinder, aber diese verlassen die Schule ja nach einer gewissen Zeit. Die Lehrer hingegen sind beinahe lebenslänglich mit diesem Lärm konfrontiert. Eine schlechte Akustik in den Unterrichtsräumen erhöht den Geräuschpegel noch und macht das Unterrichten so für die Lehrenden zur Qual. Leider wird beim Aus, -Um- und Neubau von Schulen auf die Akustik kaum Rücksicht genommen. In erster Linie wird auf großzügiges Platzangebot und moderne Ausstattung geachtet, aber der Raumakustik wird keine Beachtung geschenkt und so kommt es dann, dass Schüler und Lehrer zwar in modernsten Räumen arbeiten, aber dort eine so schlechte Akustik vorfinden, dass Schülern und Lehrern nach den Unterrichtsstunden die Ohren dröhnen, wie nach einem Discobesuch. Nach einigen Jahren in dieser Geräuschkulisse machen sich dann die ersten Probleme bemerkbar. Die Lehrer werden von Beschwerden, angefangen bei der Schwerhörigkeit bis zum Tinitus und im schlimmsten Fall von vollständigem Gehörverlust, geplagt. Bei all diesen Schäden handelt es sich um schwer kurierbare, bleibende Schäden, die den Staat Millionen, in Form von Frühpensionen, kosten. Die einfachere und billigere Variante wäre es, die Raumakustik von vornherein beim Bau zu beachten, oder im nach hinein so zu verändern, dass der Lärm nicht auch noch verstärkt wird. Geschrieben von Klaus Hochreiter ( office [at] internet-marketing-h.at ) |
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