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Aufbau und Funktion einer Anlage zur Regenwassernutzung.


Bei der Regenwassernutzung unterscheidet man zwischen Anlagen, die ausschließlich für die Gartenbewässerung benutzt werden und Anlagen, die sowohl für die Gartenbewässerung, als auch für die Regenwassernutzung im Haus verwendet werden. Im Haus kann Regenwasser für die Toilettenspülung und für die Waschmaschine genutzt werden. Letzteres bietet nicht nur eine Wasserersparnis, sondern insbesondere in Gebieten mit hohem Kalkgehalt im Trinkwasser eine deutliche Einsparung an Waschmittel und verhindert eine Verkalkung der Waschmaschine.
Eine Regenwassernutzungsanlage besteht im wesentlichen aus drei Komponenten: der Zisterne, dem Leitungssystem und der Pumpe bzw. dem Hauswasserwerk. Bei der Zisterne unterscheidet man zwischen Beton-Zisternen und Kunststofftanks aus Polyethylen. Kunststofftanks haben den Vorteil, dass sie aufgrund ihres geringen Gewichts sehr einfach eingebaut werden können. Allerdings ist der Deckel eines Kunststofftanks nicht befahrbar, so dass ein Einbau in Hofeinfahrten nicht möglich ist. In den allermeisten Fällen wird die Zisternen im Erdreich vergraben. Grundsätzlich ist auch eine Lagerung im Keller möglich. Hiervon wird allerdings nur in Ausnahmefällen, wie z.B. in Überschwemmungsgebieten Gebrauch gemacht. Neben der Belastbarkeit des Deckels weisen Beton-Zisternen den Vorteil auf, dass der Beton das saure Regenwasser chemisch verändert und etwas neutralisiert, d.h. Der pH-Wert erhöht sich etwas. Das Regenwasser verliert dadurch etwas von seiner Korrosionskraft.
Will man das Regenwasser auch im Haus nutzen, so muss ein vom Trinkwassersystemvöllig unabhängiges Leitungssystem verlegt werden. Aus diesem Grund ist der Einbau einer Regenwassernutzungsanlage vor allem bei einemNeubau interessant. Zu beachten ist ferner, dass das Leitungssystem aus Kunststoff besteht, um Korrosionsschäden vorzubeugen, und dass frei zugängliche Entnahmestellen mit einem Warnhinweis versehen sind. Die dritte wichtige Komponente einer Regenwassernutzungsanlage ist die Pumpe bzw. das Hauswasserwerk. Bei einer Anlage zur Gartenbewässerung reicht eine einfache Tauchpumpe aus. Bei einer Anlage zur Regenwassernutzung im Haus wird hingegen ein Hauswasserwerk benötigt. Kernstück des Hauswasserwerks ist eine Saugpumpe, die einen ständigen Druck von ca. 3 bis 4 bar im Leitungssystem aufrecht erhält.



Geschrieben von Markus Boos ( mb-netz [at] onlinehome.de )

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