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Ist sie oder ist sie nicht da? Die Rezession in Europa

Im Moment ist es wieder in aller Munde, das böse R-Wort. Die Rede ist von der Rezession, mit anderen Worten, dem wirtschaftlichen Abschwung. Dabei munkelt man, dass sich ein Land immer tiefer in ebendiese hinein arbeitet, je öfter das R-Wort in der Presse erwähnt wird. Wenn es also danach ginge, wäre die Eurozone schon dem Verderben geweiht, denn kein Artikel in den vergangenen Tagen ließ das Wort mit R aus.

Die Schuldenkrise der vergangenen Monate hat die Eurozone schwer getroffen. Auch wenn es an den Märkten eine spürbare Erleichterung gab, nachdem die Rücktritte der Regierungen in Griechenland und Italien bekannt wurden, geht es bergab. Wie schon der CEO beim UBS Wealth Management, Juerg Zeltner, Anfang des Jahres vorher sagte: „Weltweit werden 2011 Regierungen und Zentralbanken weit reichende politische und wirtschaftliche Entscheidungen treffen. Die werden auch für andere Länder zu spüren sein. Und daraus können internationale Währungs- und Handelskonflikte entstehen.“


Doch was ist eine Rezession überhaupt? Wann kann man mit Gewissheit von dieser sprechen? Denn ein Abschwung kann ja auch nur sehr kurz anhalten, bis wieder ein Trend nach oben erkennbar ist. Im Grunde spricht man dann von einer Rezession, wenn das Bruttoinlandsprodukt eines Landes zwei Quartale in Folge schrumpft. Das ist dann kein einfacher Abschwung mehr, sondern ein Grund zur Sorge. In diesem Fall ist dann von einer Rezession die Rede. Einfach gesagt geht es also um ein lang anhaltendes Sinken der Wirtschaftsleistung eines Landes, beziehungsweise einer Währungsgemeinschaft, so wie der Eurozone.


Die weltweit geläufigen Anzeichen einer Rezessionsphase sind im Allgemeinen eine Abschwächung der Hochkonjunktur, die pessimistische Beurteilung der Wirtschaftslage, ein Rückgang der Nachfrage, überfüllte Lager, Abbau von Überstunden und beginnende Kurzarbeit, fehlende Investitionen, zeitweilige Stilllegung von Produktionsanlagen, stagnierende oder sogar sinkende Preise, Löhne und Zinsen und als Folge natürlich auch fallende Börsenkurse. Die Anleger weltweit sind schon jetzt durch die möglich drohende Rezession zutiefst verunsichert. Amerikanischen Anleger wird der Kauf von europäischen Staatsanleihen dringend abgeraten, bis sich die Lage wieder entspannt.

Auch Zweifel werden laut, ob sich Europa überhaupt alleine wieder aus der aktuellen Krise wird befreien können. Die Anzeichen für eine Rezession sind da, bleibt nur zu hoffen, dass diese bald überwunden ist.



Geschrieben von Anika Glowania ( anika.glowania [at] omruk.co.uk )

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