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Die wenigsten Leute verlassen sich gegenwärtig noch einzig und allein auf die gesetzliche Altersversorgung. Die Befürchtung, dass die Rente später nicht genügen könnte, ist nicht ungerechtfertigt. Deutschland gehört zu den Ländern mit den niedrigsten Geburtenraten. Das Problem, wie die Renten zukünftiger Generationen zu bezahlen sind, gehört zu den bedeutsamsten Aufgabenstellungen unserer Politiker.
Die Riester-Rente ist seit dem Moment ihrer Einführung im Jahr 2000 eine der erfolgreichsten Formen der Altersvorsorge. Wie sicher indes ist die Riester-Rente bei Verlust des Jobs und für wen rechnet sie sich nicht?
Beschäftigungslose haben im Wesentlichen nicht die obligatorischen finanziellen Mittel für eine zusätzliche Altersvorsorge. Wenn das Geld sowieso nicht ausreicht, um den Lebensunterhalt zu bezahlen, ist es kaum möglich, etwas zu sparen. Unabhängig davon muss erspartes Guthaben im Falle der Beschäftigungslosigkeit zunächst aufgebraucht werden, bevor das Anrecht auf Hartz IV besteht. Die Riester-Rente ist davon demgegenüber nicht betroffen. Wer beschäftigungslos wird und ALG 2 beantragen muss, braucht deswegen nicht zu befürchten, dass er über die Riester-Rente angespartes Vermögen aufbrauchen muss. Dessen ungeachtet fragt sich der Betroffene, was ist, wenn jemand durch Erwerbslosigkeit nicht mehr fähig ist, die Aufwendungen für die Riester-Rente zu bestreiten. Riester Renten Produkte haben lediglich einen grundlegenden Nachteil, der im Falle einer Beschäftigungslosigkeit zur Erschwernis werden kann. Wer unvermittelt beschäftigungslos wird und auch bis zum Erlangen des Rentenalters nicht noch einmal in ein sozialversicherungspflichtiges Angestelltenverhältnis findet, verliert womöglich doch einen Großteil seines eingezahlten Kapitals, zumindest über Umwege. Der Grund dafür ist, dass Riester Versicherungspolicen wie alle anderen Einkünfte mit der Altersgrundsicherung verrechnet werden. In der Praxis kann dies heißen, dass durch die Auszahlungen der Riester-Rente die Grundsicherung gekürzt wird. Diese Problematik besteht im Übrigen auch bei niedrigen Löhnen. Allgemein lässt sich diagnostizieren, dass die Riester-Rente bei einem Gehalt von um die 700 Euro oder weniger ein Verlust ist. Ergo rechnet sich die Riester-Rente als Altersabsicherung im Großen und Ganzen nicht für Menschen mit geringem Einkommen und ALG 2 Empfänger.
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