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Kurze Erläuterung über die Möglichkeiten einer Rüttelplatte
Bauprofis und Heimwerker wissen: Wer eine Grundstückseinfahrt oder die neue Sitzecke im Garten mit Pflastersteinen befestigen will, der benötigt hierfür eine Rüttelplatte. Diese auch als Vibrationsplatte bezeichnete Maschine zur Verdichtung mittelgroßer Bodenflächen kommt gleichermaßen bei der Herstellung von Flächen mit Natur- und Betonpflastersteinen zum Einsatz.

Auch für eine fachgerechte Verlegung von Rasengittersteinen muss eine Rüttelplatte verwendet werden, soll die neue Pflasterfläche über einen langen Zeitraum hinweg ihre Funktion erfüllen.

Bei Pflasterarbeiten dient die Rüttelplatte zunächst einer Verdichtung der sogenannten Tragschicht. Diese besteht aus einer mehrere Zentimeter dicken Schicht aus Kies, Schotter oder anderem Trägermaterial. Damit die Pflastersteine später einen sicheren und stabilen Halt auf dem Untergrund finden können, muss die Tragschicht entsprechend verdichtet werden. Je nach Belastung und Gewicht der eine Pflasterfläche nach ihrer Herstellung gewachsen sein muss, ist die Tragschicht mit Kräften von 10 bis 100 Kilonewton(kN) zu verdichten. Die Verdichtungskraft einer Rüttelplatte variiert von Gerät zu Gerät und hat auch unmittelbaren Einfluss auf die mit ihr zu erzielende Verdichtungstiefe.

Nach dem Erstellen der Tragschicht wird die eigentliche Pflasterung verlegt. Besonders häufig wird hierbei die sogenannte "ungebundene Bauweise" zur Anwendung gebracht. In dieser Verlegeform liegen die einzelnen Pflastersteine lose auf der Tragschicht und müssen mittels einer Vibrationsplatte eingerüttelt werden, denn nur so können die Steine später nicht verrutschen. Die Fugen zwischen den einzelnen Pflastersteinen werden nach dem Einrütteln in die Tragschicht mit Kies oder anderen Materialien aufgefüllt und die Fläche dann wieder mit der Vibrationsplatte bearbeitet. So verdichtet sich das Füllmaterial zwischen den Fugen und die einzelnen Steine erhalten einen sicheren Seitenhalt.

Wer über die Anschaffung einer Rüttelplatte nachdenkt, sollte einige Aspekte beachten. So haben Rüttelplatten meist ein Eigengewicht von 100 Kilogramm und mehr. Hier empfiehlt sich der Kauf eines Gerätes mit einem abklappbaren Fahrwerk, soll die Vibrationsplatte häufig von einer Einzelperson zu verschieden Orten hin bewegt werden. Für kleinere Arbeiten, wie etwa zum Verdichten von Kabelschächten oder weniger stark belasteten Gartenwegen, ist der Einsatz eines sogenannten Rüttelstampfers ratsam. Dieser hat ein wesentlich geringeres Eigengewicht und das Arbeiten mit diesem kleineren Gerät gestaltet sich wesentlich wendiger und flexibler.

Geschrieben von Udo Kürstich ( udok1975 [at] gmx.de )

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