Startseite arrow Haus & Garten arrow Der Aufguß in der Sauna ist wichtig.



Man sollte den Aufguß in der Sauna nicht vergessen
Unter dem Aufguss versteht man das Begießen der heißen Steine mit kaltem oder heißem Wasser in der Sauna.

Für den Aufguss wird ein hölzerner Aufgusskübel mit etwa fünf Litern frischem Wasser gefüllt und ein Aufgusskonzentrat nach Wahl hinzugegeben. Dabei hat man die Wahl zwischen den klassischen Düften, wie Fichte, Eukalyptus, Latschenkiefer, Zitrusdüfte, Menthol oder Minze unterschieden. Die Düfte wirken entweder anregend oder beruhigend auf den Körper.

In öffentlichen Sauen wird der Aufguss meist von einem Saunameister durchgeführt. Es ist in der Regel unüblich oder sogar verboten, dass die Saunabesucher den Aufguss durchführen. Die Saunaaufgüsse selbst laufen immer nach dem selbem Schema ab, nur das Duftöl variiert.

Indem die Türen und Fenster für einige Minuten weit geöffnet werden, wird zunächst frische Luft in den Saunaraum gelassen. Die Saunabadenden nehmen bereits vor dem Aufguss in der Sauna platz, um einige Minuten vorzuschwitzen, bevor der eigentliche Aufguss beginnt.

In einigen Saunen ist es üblich, dass es zur Kühlung bestimmter Körperpartien, Eiswürfel oder gekühlte Fruchtstücke gereicht werden (z.B. Zitrone oder Apfel).
Mit einem Hölzernen Saunalöffel wird das Aufgusswasser portionsweise auf die heißen Steine des Saunaofens gegeben, wo es verdampft. Nachdem etwa ein Drittel des Wasser aufgegossen ist, verwirbelt der Saunameister mit einem Handtuch den entstandenen Wasserdampf im Saunaraum.
Hierbei gibt es spezielle Techniken, wie das Hundtuch geschwungen wird: die gängigste Art ist das rasche Herumwirbeln des längs gefalteten Handtuchs wie ein Propeller, sowie das „Herunterschlagen“ des Gluthauchs von der Saunadecke auf die Saunagäste. Der Wasserdampf kondensiert zum Teil auf der kühleren Haut und überträgt dabei seine Hitze auf den Körper.

Meist wird das Aufgießen und Wedeln drei Mal wiederholt. Nach der letzen Aufgussportion und dem wedeln ist der Aufguss beendet. Wenn möglich, wird nach dem letzten Wedeln noch eine oder zwei Minuten nachgeschwitzt, bevor die Saunagäste den Saunaraum verlassen, um sich mit frischer Luft oder Kaltwasseranwendungen wieder abkühlen. Danach geht es meist in einen Ruheraum, wo die Saunabadenden sich entspannen können.

Geschrieben von Nick Sadetzky ( info [at] sumosari.de )

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