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Schon immer fand der Mensch Wildkatzen faszinierend. Doch wer kann schon echte Raubkatzen in seinem Wohnzimmer halten? Erstens braucht man ein riesiges Gehege, zweitens nicht gerade kleine Mengen Frischfleisch und die Chance, dass die Stadt, in der man wohnt der Haltung von zum Beispiel drei großen Raubkatzen zustimmt, tendiert auch gegen Extrem Null.
Doch die Faszination bleibt. Also wurde in den 80er Jahren der erste Versuch gestartet „wohnzimmerkompatible“ Wildkatzen zu züchten. In den frühen 80er Jahren war es in den USA geschafft worden! Eine Siam-Katze bekam Junge von einem Serval-Kater. Die Größe, das Aussehen und das Verhalten erinnerten noch sehr an den Wilden Vater, doch auch die Siamkatze hatte einiges beizusteuern. So ist die erste Generation, in Fachkreisen auch als F1 bezeichnet, noch nicht wirklich wohnzimmertauglich, aber doch schon um Einiges zahmer als ein reiner Serval. Die Tiere der ersten Generation F1 werden am besten in großen Gehegen gehalten, mindestens zu zweit. Ab der zweiten Generation (Ein Großvater ist ein Serval) sieht das Ganze schon wieder anders aus. Sie werden immer zahmer, entwickeln sich zu richtigen Schmusetigern. Vom Verhalten her ähneln sie eher einem Hund als einer Katze. Wenn sie es von klein auf kennen, gehen sie gerne auch an der Leine spazieren und erkunden die Welt.
Savannahs verstehen sich wunderbar mit anderen Katzen und Hunden und sollten nie allein gehalten werden. (Auch eine passende Hauskatze bietet eine gute Gesellschaft.) Auch lieben sie das Wasser und springen schon mal gern in die gefüllte Badewanne. Wohl all das fasziniert die begeisterten Züchter und Halter dieser Rasse.
Doch wer solch eine edle Katze haben möchte, sollte ein bisschen Kleingeld übrig haben, denn günstig sind sie gewiss nicht. In den USA gibt es mittlerweile rund 30 Züchter. In Europa kann man die Züchter an einer Hand abzählen. Noch ist sie zu selten, als das man sie unter 3000,- Euro bekommen kann. Und zu diesem Preis auch nur dann, wenn es nicht die „perfekte“ Savannah ist, also zum Beispiel die Zeichnung fehlerhaft ist etc. Wer solch ein „fehlerfreies“ Tier möchte legt weitaus mehr auf den Tisch. Wobei man beachten sollte, dass F2 natürlich teurer ist als F7, da bei F7 der Savannah Anteil nur noch äußerst gering ist und die Tiere schon wieder fast wie Hauskatzen sind.
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