Schottland: Scapa Flow
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Viele tolle Spots in einem der schönsten Wracktauchgebiete Europas: Außergewöhnliche Taucherlebnisse bietet der alte Kriegshafen Scapa Flow zwischen den Orkney-Inseln. Zahlreiche Wracks liegen entgegen der verbreiteten Meinung nicht in finsterer Tiefe.
Etwa 15 Tauchboote warten auf die etwa 20.000 Taucher, die Scapa Flow jedes Jahr besuchen. Bei den tiefer gelegenen Wracks handelt es sich um drei Schlachtschiffe, vier leichte Kreuzer, fünf Torpedoboote, einen Zerstörer aus dem Zweiten Weltkrieg, zwei U-Boote und 16 in großer Tiefe liegende britische Schiffe – wahre Schätze für Taucher. Außerdem versenkte die britische Admiralität im Jahr 1914 22 weitere Schiffe und 50.000 Tonnen Fracht als Blockschiffe, um die vier Eingänge zur Nordsee für feindliche Schiffe zu verschließen. Die Wracks im seichten Wasser sind tolle Spots. Starke Gezeitenströmungen umspülen sie und zahlreiche Meeresbewohner haben sich angesiedelt.
Oft wird fälschlich gesagt, dass die Tauchgänge in Scapa Flow dunkel, gefährlich und kalt seien und in große Tiefen führten. Warum aber kommen dann jedes Jahr so viele Taucher hierher? In den Blockschiffen im seichten Wasser zu tauchen, ist wohl eines der schönsten Taucherlebnisse in britischen Gewässern. Scapa Flow hat für alle Fähigkeitsstufen wirklich viel zu bieten. Zwar sind einige Spots anspruchsvoller als andere - die tiefer gelegenen Schlachtschiffe verlangen einen klaren Kopf und entsprechendes Training. Doch wer Leuten glaubt, die behaupten, Scapa Flow sei nur ein Ort für masochistisch veranlagte Wracktaucher, der verpasst eines der besten Tauchgebiete Europas. Viele Wracks, wie zum Beispiel die James Barrie – ein Dampfer, der in tiefem, sehr klarem Wasser liegt –, haben nichts mit der aufwühlenden Militärgeschichte des Flow zu tun.
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Die Tauchenspots von Scapa Flow
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Die James Barrie, ein eher bescheidener Dampfer, hat nichts mit der deutschen Flotte zu tun. Trotzdem ist sie ein Klassiker unter den Wrackspots in Scapa Flow geworden. Das Schiff sank im Jahr 1969 und liegt in Richtung Steuerbordseite geneigt in 40 Meter Tiefe. Ihre Backbordreling, an der die Ankerleine befestigt ist, liegt in etwa 30 Meter Tiefe. Sie ist in exzellentem Zustand und mit 55 Meter Länge nicht zu groß, um in nur einem Tauchgang besichtigt zu werden. Er ist zugleich eine gute Vorbereitung für den anspruchsvolleren Tauchgang zu einem tiefer liegenden, größeren Wrack in Scapa Flow.
Man findet sie in Hoxa Sound, wo die Sichtweite besser als irgendwo anders in Scapa Flow ist – doch kann die Strömung mitunter recht stark sein. Sie können in das Wrack hineintauchen, der Hauptladeraum ist besonders stimmungsvoll und gut zugänglich, da der Rumpf hier vollständig verrottet ist. Noch mehr Spaß macht es, um das Wrack herum zu schwimmen und einen Blick auf die noch intakte Brücke und die Kabinen am Heck zu werfen.
Mehr Infos und weitere tolle Tauchspots auf: www.tauchen-ultimativ.de
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Geschrieben von Bastian Campmann ( campmann [at] colonication.de )
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