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Sprachkurs Ostwestfälisch zum Überleben in Bielefeld

Unbekannter Pölter


Zugezogene Bielefelder haben in ihrer neuen Heimat oft Schwierigkeiten, sich mit den einheimischen Ostwestfalen zu verständigen. Sie verlangen im Kaufhaus einen Pyjama und bekommen zur Antwort „Sowas hamwa nich“, obwohl palettenweise Schlafanzüge in den Regalen liegen. Hunderte Neubürger im Stadtgebiet müssen deshalb nachts frieren – nur weil ihnen einfachste ostwestfälische Vokabeln wie „Pölter“ unbekannt sind.


Vokabeln und Dönekes

Die zweibändiger Wörterbuch-Reihe „Pömpel, Patt und Pillepoppen - Wortschatz zum Überleben in Bielefeld“ will dieses Problem beheben. Der kurzweilige Wortkursus beinhaltet 95 Lektionen, in denen jeweils ein bielefeldtypischer Ausdruck vorgestellt wird. So erfährt der Leser etwas über Herkunft und Bedeutung von Begriffen wie Pinörkel, rammdösig und proppevoll und lernt den korrekten Gebrauch ostwestfälischer Schimpfwörter. Damit sich Sach- und Lachgeschichten die Waage halten, werden zu jedem Begriff Dönekes erzählt, deren Pointe aus der jeweils behandelten Vokabel besteht.


In den beiden Bänden sind mehr als 300 Vokabel „Umgangsostwestfälisch“ zusammengetragen – alles Wörter und Wendungen, die ein Duden-Redakteur nie, der typische Bielefelder dafür umso häufiger benutzt: von „abber Arm“ (amputiertes Gliedmaß) über Gaffelzange (weiblicher Hausdrache) und Pillepoppen (Kaulquappen) bis zu Zuckerplörre (zahnfeindliche Limonade).

Auf 2 x 132 Seiten bietet „Pömpel, Patt und Pillepoppen“ eine praktische Lebenshilfe für Neu-Bielefelder und ein amüsantes Lesevergnügen für alle Alteingesessenen. Die Taschenbücher sind für je 9,90 Euro über alle Buchhandlungen in Deutschland erhältlich. Eine Leseprobe und einige der Vokabeln gibt es im Internet unter der Adresse www.bielefelderisch.de.


Geschrieben von Matthias Borner ( regioshirt [at] gmx.de )

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