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Sylt im Laufe der Zeit
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Als nördlichste deutsche Insel weist Sylt eine bewegende und ebenso abwechslungsreiche Geschichte auf. Immer wieder musste das heute bekannte Eiland der ostfriesischen Inseln mit Tiefschlägen kämpfen. Allein die Geschichte des Tourismus auf Sylt, der bis heute ein leitender Faktor ist, liegt einhundert Jahre zurück. Der Tourismus begann auf dem Eiland im Jahr 1855 als das heute so beliebte Westerland zum Seebad erklärt wurde. In den folgenden Jahrzehnten konzentrierte man sich auf die Kurgäste, die aufgrund des gesunden Reizklimas Tage auf der Insel verbrachten. Schnell entwickelte sich der Kurtourismus zum wichtigen Wirtschaftsindikator. Erschütternd waren jedoch die Jahre während des Zweiten Weltkrieges. In dieser Zeit kam der Tourismus auf Sylt zum Erliegen. So wurde die Insel zum Sperrgebiet erklärt. Reisen auf Sylt waren nicht mehr möglich und so gab sich mit dem Tourismus einer der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren geschlagen. Auch in den Nachkriegsjahren konnte der Tourismus auf Sylt nicht die Erfolgsleiter meistern. Das Bild der Insel wurde durch Arbeitslosigkeit und Hunger geprägt. Die zahlreichen Hotels, die in den Orten von Sylt zu finden waren, standen weitestgehend leer. Ausschließlich Kriegsflüchtlinge wurden in diesen untergebracht. An einen lebhaften Kurbetrieb war in dieser Zeit auf Sylt kaum zu denken. Nachdem die Währungsreform in Deutschland vollständig gemeistert wurde, zählte Sylt im Jahr 1949 wieder die ersten Kurgäste. Seit 1949 konnten die Gästezahlen sukzessive steigen und so entwickelte sich der Tourismus auf der Insel zum leitenden Wirtschaftsfaktor. Schnell gewannen die Hotels neuen Glanz und konnten sich überregional einen Namen machen. Vor allem in den 1960er Jahren erlebte der Tourismus auf Sylt einen regelrechten Boom. Rasant stiegen die Zahlen der Urlaubsgäste und die Übernachtungen, die auf dem Eiland verbucht wurden. Infolge dessen wurde vor allem das Ortsbild von Westerland mit neuem Glanz versehen. So erhielt es eine Umgestaltung, die seines Gleichen auch auf Sylt suchte. Die wachsenden Gästezahlen führten dazu, dass in Westerland ein neues Kurzentrum entstand. Neu errichtete Appartementanlagen erstrecken sich teilweise über 14 Stockwerke und verdrängten immer deutlicher die wilhelminischen Villen, die einst die Straßen säumten. Auch in den 70er Jahren setzte sich diese Entwicklung in Westerland fort. Bis heute findet man die gigantischen Appartementhäuser auf Sylt. Abgesehen von Westerland sind jedoch viele Ferienorte der Insel vom Bauboom verschont geblieben. Geschrieben von Elizabeth Bourne ( elizabeth.bournee [at] gmail.com ) |
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