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Über das Tapezieren in den eigenen 4 Wänden
Jeder Hobbyhandwerker musste schon einige Male seine Wohnung oder sein Haus tapezieren. Bevor das eigentliche Tapezieren beginnt, sollte man sich die Beschaffenheit der Wand genau ansehen. So müssen alle bereits geklebten Tapeten erst einmal von der Wand entfernt werden. Dies ist oftmals eine sehr mühsame Arbeit.

Damit die Wände ordentlich und sauber aussehen, muss die Wand sauber und möglichst gerade sein. Beim Tapezieren ist es ganz wichtig, dass die Tapetenbahnen im Ganzen an die Wand gebracht werden. Tapeten werden von oben nach unten an die Wand geklebt. Um ein zügiges und ordentliches Arbeiten zu gewährleisten, sollte eine Wand komplett ausgemessen und die Tapetenbahnen gleich zugeschnitten werden. Unbedingt müssen die Fenster und Türausschnitte berücksichtigt werden. Um wirklich alles richtig zu machen, sollte sich jeder vor dem Tapezieren einen Tapeziertisch kaufen. Diesen gibt es in unterschiedlichen Größen und vor allem Längen.

Denn je höher die Decken der Wohnung sind, desto länger ist natürlich auch die Tapetenbahn. Es gibt die einfachen Tapeziertische, die einfach nur aufgeklappt und aufgestellt werden. Es gibt jedoch auch bereits Tapeziertische, die eine integrierte Kleisterrolle haben. Die Tapete wird sodann nur über die Rolle gezogen und ist gleichzeitig mit Tapetenleim auf der Rückseite eingeschmiert. Somit ist gewährleistet, dass der Tapetenleim gleichmäßig auf der Tapete verteilt worden ist. Besitzt man einen solch modernen Tapeziertisch nicht, wird die fertig geschnittene Tapetenbahn mit der Rückseite nach oben auf den Tapeziertisch gelegt und mit einem großen Malerpinsel mit Leim eingestrichen. Hier muss jeder selbst genauer darauf achten, dass der Leim gleichmäßig auf der Tapete verteilt ist.

Jeder der bereits tapeziert hat, weiß, dass man bei dieser Arbeit ein gewisses Fingerspitzengefühl benötigt. Denn es ist gar nicht so einfach, die mit Tapetenleim triefende Tapete sauber und ordentlich an die Wand zu bringen. Schaut man einem gelernten Maler beim Tapezieren zu, sieht alles ganz einfach und unkompliziert aus. Dies ist jedoch ganz und gar nicht so.

Aus diesem Grund darf der Mehrzwecktisch beim Tapezieren auf gar keinen Fall fehlen. Denn irgendwo muss die bis zu drei Meter lange Tapetenbahn ausgerollt und geschnitten werden.

Die gängigste Tapete ist die Rauhfasertapete. Dies muss nach dem Tapezieren mit weißer Farbe noch einmal kurz übergestrichen werden. Wurde die Tapete jedoch unsachgemäß angebracht, können die Fehler auch mit dem Weißen nicht mehr versteckt werden. Der Vorteil einer Rauhfasertapete liegt darin, dass diese strukturlos ist. Beim Zuschneiden der Tapetenbahnen muss auf keinem Muster geachtet werden. Damit die Tapete vernünftig an der Wand bleibt, sollte im Baumarkt der richtige Kleister gekauft werden. Die meisten Kleisterarten müssen mit Wasser angerührt werden. Auf jeder Kleisterverpackung findet man eine Beschreibung darüber, für welche Tapeten dieser geeignet ist. Kauft man sich beispielsweise eine Vliestapete muss auch der dafür vorgesehene Tapetenleim verwendet werden. Der Vorteil von Struktur- oder Vliestapeten liegt darin, dass diese nach dem Tapezieren nicht mehr gestrichen werden müssen.

Man sollte das Tapezieren nicht auf die leichte Schulter nehmen und sich vor dem Arbeitsbeginn mit dem richtigen Werkzeug versorgen. So darf – wie bereits erwähnt – der Tapeziertisch nicht fehlen, genauso unabkömmlich ist das Tapeziermesser oder –Schere, mit welche die Tapetenbahnen zu Recht geschnitten werden.

Geschrieben von Bernhard Heß ( haarbittel [at] gmx.de )

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