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Kas, an der türkischen Südküste zwischen Antalya und Dalaman gelegen, ist ein kleines, noch ursprüngliches Städtchen mit rund 8000 Einwohnern. Fast schon umarmt vom Taurus-Gebirge und aufgefangen von der Meeresküste liegt Kas in einer kleinen Bucht, durch deren örtliche Gegebenheiten der Bau großer Hotelanlagen nicht möglich ist. Dadurch und durch das Fehlen langer Sandstrände blieb Kas bislang vom Massentourismus verschont.
Der lange Transfer von Dalaman oder Antalya mag ebenso dazu beitragen, einige Touristen abzuschrecken. Obwohl an den Hängen über der Stadt noch weiter gebaut wird, hat sich der Stadtkern mit seinen lauschigen Plätzen, dem kleinen Hafen und den idyllischen Gässchen seinen Charme bewahren können. Unzählige kleine Geschäfte laden bis spät in die Nacht zum bummeln ein und es ist immer nett, ein Schwätzchen mit einem Gewürzverkäufer zu halten, während man einen leckeren Cay (Tee) spendiert bekommt. In der Antike Antiphellos genannt, war Kas in vorchristlicher Zeit der Hafen der Stadt Phellos, die landeinwärts in 750m Höhe angesiedelt war. Antiphellos stieg in der hellenistischen Zeit zum Hauptort auf und galt als Ausfuhrhafen für Schwämme und vermutlich auch für Holz. Aus dieser Zeit sind noch ein recht gut erhaltenes Amphitheater einige Gehminuten außerhalb der Stadt und zwei Sarkophage (Hafen und Zentrum) zu bewundern.
Tauchen in Kas Rund 12 Tauchbasen kämpfen um die Gunst der Touristen: Ein Bummel durch den Hafen, wo man sich die Tauchboote anschauen kann, hilft bei der Auswahl der Basis. In der Hauptsaison ist es sinnvoll, bereits vor Reiseantritt zu buchen, da es sonst schon einmal schwierig werden kann, einen Platz auf einem der Boote zu bekommen. Meist fahren Anfänger und fortgeschrittene Taucher gemeinsam auf einem Boot zu den diversen Tauchspots, was den Betrieb allerdings nicht weiter stört: Die meisten Plätze sind für alle Ausbildungsstufen geeignet.
Unter Wasser gibt es fast alles zu sehen, was das Mittelmeer bereithält: Zackenbarsche, Schildkröten, Muränen, Barrakudas, Flötenfische, Schnecken, Schwämme und Anemonen. Dazu kommen tektonische Besonderheiten, viele Schluchten, Kamine, bizarre Felslandschaften, Seegraswiesen, Sandflächen, Steilwände, Wracks. Also alles was das Taucherherz begehrt, sofern man nicht versucht, es mit dem roten Meer zu vergleichen. Fans der Makrofotografie kommen hier voll auf ihre Kosten. Wenn sie Feuerwürmer, Schnecken, Schwämme und anderes Kleingetier aus kürzester Entfernung ablichten, ergeben sich Einblicke in eine andere Welt, die mit bloßem Auge verschlossen bleibt. Weitere interessante Spots unter www.tauchen-ultimativ.de
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