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Vom 21. bis 23. September ist es endlich wieder soweit.

Halbfinale im Davis Cup gegen Russland

Vom 21. bis 23. September ist es endlich wieder soweit. In diesen Tagen wird die komplette deutsche Tenniswelt gebangt nach Moskau blicken und unseren DTB-Jungs in ihrem ersten Davis Cup Halbfinale seit 1995 gegen die klar favorisierten Russen die Daumen drücken.

Die Tatsache, dass man sich im russischen Verband dafür entschieden hat das Duell auf Sand auszutragen verbessert die Chancen das unserer Mannschaft als Sieger wieder nach Hause zurückzukommen allerdings nicht unbedingt, zeugt jedoch gleichzeitig vom enormen Respekt gegenüber Tennisstar Tommy Haas. Dieser ist nämlich vor allem an guten Tagen auf schnellen Belägen nur ganz schwer zu schlagen. Aber nicht nur der Belag und der Heimvorteil machen uns in diesem Vergleich zum Außenseiter, sondern auch das vorhandene Potential der Spieler spricht eindeutig gegen die Auswahl des DTB.

Sowohl Davydenko als auch Andreev zählen auf Sand zu den absoluten Top Spielern und über die Qualitäten eines Marat Safin braucht man eigentlich kaum noch ein Wort zu verlieren, denn wenn dieser im Laufe eines Matches erst mal die Lust am Tennis entdeckt hat, ist er von nur sehr wenigen Spielern auf der Welt in den Griff zu bekommen. Komplettiert wird das russische Team von den ebenfalls nicht zu vernachlässigenden Youzhny und Tursunov.

Doch die deutschen Tennisasse sind keinesfalls chancenlos. Erstens braucht unser Doppel Alexander Waske / Michael Kohlmann mittlerweile keinen Vergleich mehr gegen die internationale Elite zu scheuen. Zweitens hat unser Kapitän, Tommy Haas, in vielen Davis Cup Begegnungen schon unter Beweis gestellt, dass er jeden Gegner bezwingen kann und darüber hinaus noch im Stande ist die komplette Mannschaft mit seiner Euphorie mitzureißen und auf ein höheres Level zu hieven. Wenn dann drittens auch noch ein Philipp Kohlschreiber zu seiner Form von den BMW Open in München zurückfindet, als er dieses Tennisturnier (übrigens auf Sand) mit Tennis auf allerhöchsten Niveau hat gewinnen können und ein Nicolas Kiefer nach seiner langen Verletzungspause genügend Spielpraxis sammeln konnte, so ist diese deutsche Mannschaft durchaus im Stande den Russen ein Schnippchen zu schlagen.

Für das Tennis in deutschen Landen wäre dies enorm wichtig und wer weiß, vielleicht ist nach geglücktem Finaleinzug dann ja sogar ein erneuter Sieg dieses wichtigsten Teamwettbewerbs möglich. Es wäre dann der erst vierte Titel überhaupt und nach dem letzten Sieg von 1993 eventuell wieder eine Initialzündung um einen ähnlichen Tennisboom auszulösen, wie er Ende der 80er und Anfang der 90er Jahre durch die beiden anderen Davis Cup Siege (1988, 1989) entstanden ist.


Geschrieben von Tobias Krentscher ( info [at] toro-solutions.de )

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