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Trauer ist ein immer wichtigeres Thema in unserer Gesellschaft
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Trauerreaktion, Trauermodelle, Traueraufgaben Bei einer Trauerreaktion lassen sich immer wiederkehrende Muster erkennen; man spricht von Trauerreaktionen. Unterschieden werden körperliche, emotionale und kulturelle Trauerreaktionen. Sie treten in unterschiedlich intensiver Ausprägung alleine oder gemeinsam auf. Die Körperreaktionen umfassen: -Erschöpfung und Müdigkeit -Schlaf- und Appetitlosigkeit -Atemlosigkeit und Brustbeklemmungen Auf der emotionalen Ebene findet man: -Tiefe Traurigkeit aber auch Zorn und Wut -Gefühle der Verlassenheit und Hilflosigkeit -Sehnsucht nach dem Vergangenen oder Verlorenen. Kulturelle Trauerreaktionen sind: -Totenfeiern und Totenlieder -Trauergemeinschaften (zum Beispiel: Trauergottesdienste) -Tragen schwarzer Kleidung -Selbst gewählter Ausschluss von gesellschaftlichen Ereignissen (“Trauerjahr”) Wissenschaftler haben versuch, den Verlauf der Trauer in Modellen zu beschreiben. Die meisten Enthalten die Elemente Schock, Trauerverhalten( kulturell definiert zum Beispiel: Versorgung der Toten, Gestaltung der Bestattung), Trauerbewältigung und Trauerabschluss. Allerdings hat jede Trauer ihren persönlichen Charakter und verläuft nicht linear: Die einzelnen Phasen können wiederholt, abwechselnd oder sich “durchmischen”. Folgende Trauerarbeiten sind zu meistern, damit sich Trauernde nach einer gewissen Zeit wieder der Zukunft zuwenden können: -Akzeptieren des Verlustes als Realität. Der Trauernde sollte zum Beispiel aufhören, den Tisch für den Verstorbenen mit zu decken. -Zulassen des Schmerzens. Die Auseinandersetzung mit dem Verlust findet zuerst “im Kopf” statt. Emotionen werden zurückgedrängt oder geleugnet. Am Ende dieser Phase sollte der Betroffene in der Lage sein, seinen Gefühlen, auch den sehr schmerzvollen Empfindungen, Raum zu geben. -Anpassung an die neue Realität. Vielleicht muss der Hinterbliebene, Aufgaben des Verstorbenen übernehmen, etwa das Versorgen der Kinder. Durch den Aufbau neuer Energien und neuer Beziehungen sollte neue Lebensphase beginnen. Phathologische Trauerreaktionen: -Manche Betroffene trauern über einen so langen Zeitraum hinweg, dass dieser nicht mehr im Verhältnis zu einer “gesunden” Verarbeitung der Verlusterlebnisses steht. Die Trauerreaktion wird chronisch. -Bei anderen Menschen tritt die Trauerreaktion er mit großer Verzögerung ein. Sie wird dann oft durch Ereignisse ausgelöst, die in direktem Zusammenhand mit dem Verlusterlebnis stehen. -Gelegentlich lassen sich übertriebene Reaktionen finden, die sich zum Beispiel in massiven Verzweiflungsgefühlen äußern. Der Übergang von “normalen” zu “übertriebenen” Trauerreaktionen ist dabei fließend. www.lebens-trauerberatung.org/Leben/leben.php Geschrieben von Theresa Widmer ( Theli-Artikel [at] web.de ) |
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