Was ist ein Uhrenbeweger?
|
|
Der Besitzer bewegt sich nicht, seine Automatik-Armbanduhr sehr wohl: Sie verfügt über einen Uhrenbeweger, der verhindert, dass das gute Stück nicht nach 48 bis 60 Stunden einfach stehenbleibt. Die Bewegung, die üblicherweise am Handgelenk des Trägers auf die Uhr einwirkt, wird über den Uhrenbeweger ersetzt bzw. nachempfunden. Die Uhr befindet sich auf einem Kissen oder in einer Haltevorrichtung, die sich, von einem Elektomotor betrieben, langsam um die Achse der Armbanduhr dreht und dafür sorgt, dass die Hauptfeder permanent zuverlässig gespannt ist.
|
Wer braucht einen Uhrenbeweger?
|
|
Es gibt Menschen, die leidenschaftliche Sammler von Armbanduhren sind, - man kann ja unmöglich alle Stücke gleichzeitig ausführen! Diese Aufgabe übernimmt der Uhrenbeweger und verhindert auf diese Weise, dass die Uhr, die durch Entspannung der Feder ihre Gangreserve nach und nach verliert, schließlich an Ganggenauigkeit einbüßt. Ein Nachstellen der Kalenderfunktion entfällt. Seine Drehprogramme mit einer bestimmten Anzahl Umdrehungen pro Tag (UPT) gewährleisten ein individuelles Bewegen der Uhr, das an das jeweilige Uhrwerk bzw. Kaliber angepasst ist. Exzellente Uhrenbeweger bieten die Möglichkeit, ein entsprechendes Aufzugsprogramm für jeden einzelnen Uhrentyp gesondert, oft mit Intervall-Schaltung, einzustellen. Spezielle Software und elektronische Karteien leisten hier gute Dienste: Die gewünschten Daten werden über USB-Schnittstelle an den Speicher des Uhrenbewegers weitergeleitet.
Will man sein Sammlerstück optimal bewegen, müssen zuvor die Anzahl der Umdrehungen pro Tag sowie die Drehrichtung ermittelt werden. Diese UPT-Daten finden sich im Datenblatt des Uhrenherstellers oder können, sofern es sich um geschenkte Stücke handelt, auch bei Herstellern und Fachhändlern von Uhrenbewegern erfragt werden. Für gewöhnlich brauchen Automatik-Uhrwerke 650 bis 900 UPT, es gibt allerdings bereits Hersteller, die Automatikuhren um 450 UPT anbieten. |
Schadet ein Uhrenbeweger meiner Armbanduhr?
|
| Weder beeinträchtigt ein Uhrenbeweger den reibungslosen Funktionsablauf der Uhr, noch wird sie durch diesen dauerhaft beschädigt. Gute Armbanduhren sind so konstruiert, dass sie von sich aus übertriebenes Aufziehen ausschließen. Bevor man das Stück auf den Uhrenbeweger montiert, sollte das Stück allerdings immer komplett aufgezogen sein. |
Geschrieben von Jürgen Maier ( juergen03 [at] hotmail.com )
|
|
|
| |