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Unterschiede und Gemeinsamkeiten des Abiturs und Fachabiturs
Um eines gleich vorweg zu nehmen, Abitur und Fachhochschulreife haben jeweils Vor- und Nachteile, die es bei der Wahl abzuwägen geht. Gemein ist ihnen die Befähigung zum Besuch einer Hochschule, jedoch unterscheidet sich der genaue Typ. Während die Fachhochschulreife den Zugang zu einer Fachhochschule ermöglicht, berechtigt das Abitur zu einem Studium an jeder Hochschule. Mit der Erlangung der Hochschulreife (Abitur) öffnen sich demnach auch die Türen der Universitäten.

Mit dem Abitur in der Tasche und entsprechenden Leistungen an der Hochschule, kommt der Absolvent beispielsweise dem Traumberuf Arzt oder Jurist ein ganzes Stück näher. Voraussetzung ist allerdings, dass es sich um ein so genanntes Vollabitur handelt. Das heißt, der Absolvent muss den Nachweis erbringen, zwei Fremdsprachen erlernt zu haben. Hatte er nur eine Fremdsprache in der „Oberstufe“ belegt, kann er auch nur die fachgebundene Hochschulreife erlangen. Dies schränkt die Möglichkeiten des Studiums ein, da in diesem Fall nur in einer speziellen Fachrichtung studiert werden darf. Trotz dieser Einschränkung gilt: Die allgemeine bzw. fachgebundene Hochschulreife ist der höchste Schulabschluss in der Bundesrepublik Deutschland.

Danach folgt die Fachhochschulreife, die in einigen Bundesländern offiziell auch als Fachabitur bezeichnet wird. Hier steht neben den schulischen Fächern z. B. durch ein längeres Praktikum oder einen Berufsabschluss die berufsbezogene Bildung im Vordergrund.

Prüfungen werden bei Fachabiturienten in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch und einem Wahlfach abgelegt. Wird neben Deutsch bei einer technischen Ausrichtung des Fachabiturs nur Mathematik oder bei einer geisteswissenschaftlichen Orientierung nur Englisch geprüft, so wird der Abschluss als fachgebundene Fachhochschulreife bezeichnet. Auch sie berechtigt zu einem Studium an einer Fachhochschule, allerdings nur in der jeweiligen Fachrichtung.

Die während der Fachhochschulreife gesammelten Erfahrungen bilden in Verbindung mit dem Schulwissen der Oberstufe die ideale Voraussetzung, an einer der praxisorientierten Fachhochschulen zu studieren. In verschiedenen Bundesländern stehen den Fachabiturienten auch andere Studiengänge offen. So dürfen Fachabiturienten gestufte Bachelor-Studiengänge in Hessen, mit Ausnahme der Uni Frankfurt/Main, besuchen. Über die genauen Gegebenheiten geben die Kultusministerien der entsprechenden Länder gern Auskunft.
Sowohl die Hochschul- als auch die Fachhochschulreife lassen sich auf dem zweiten Bildungsweg erwerben. Hierzu bieten eine Vielzahl von Bildungsträgern verschiedene Möglichkeiten.

Geschrieben von Christian Schlender ( chrischan [at] bb-manager.de )

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