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Über die Unterschiede zwischen verschiedenen Kanu Typen

Ein Kajak ist ein Kanu, das sich vom Canadier dadurch unterscheidet, dass mit einem Doppelpaddel gepaddelt wird, das heißt, ein einziges Paddel, das an beiden Enden ein Paddelblatt hat. Im Canadier paddelt man mit einem Stechpaddel, dieses hat nur an einem Ende ein Paddelblatt. Ein weiterer wesentlicher Unterschied ist, dass man im Kajak mit ausgetreckten Beinen auf dem Boden des Kanus sitzt; im Canadier dagegen sitzt man auf einer erhöhten Bank oder man kniet.

Der Kajak wird häufig verwendet, um Wildwasser-Flüsse zu befahren. Deshalb ist es (in der häufigeren Variante) oben fast geschlossen, bis auf eine Öffnung, in welcher der Kanut sitzt; auf diese Weise kann kein Spritzwasser in das Kanu eindringen.

Wildwasser-Kajaks sind oft relativ kurz und dadurch besonders wendig. Ganz im Gegensatz dazu gibt es auch besonders lange Kajaks: das Seekajak. Wenn man ein Kanu kaufen will, muss man deshalb sorgfältig überlegen, wo man es einsetzen will und ob es von der Bauweise her dafür geeignet ist.

Das Seekajak ist dafür gebaut, entlang der Meeresküste zu paddeln. Generell gilt für Kanus: Länge läuft. Länge geht aber auf Kosten der Wendigkeit, welche bei Wildwasser-Fahrten sehr wichtig ist - und schnell ist man dort sowieso. Anders ist es im Meer: dieser Sport erfordert viel Kondition (und Erfahrung und Fähigkeiten zum Beispiel in der Navigation mit dem Kompass), aber Wendigkeit des Kanus ist im Meer weniger wichtig, hier gibt es meist viel Platz und wenige Hindernisse, die man auch schon von weitem sieht.

Touren im Seekajak können kurz sein, mit der Rückkehr zum Ausgangspunkt nach einigen Stunden, sie können aber auch viele Meilen, viele Tage oder auch Wochen dauern. Beide Arten von Kajak-Touren, auf Flüssen und an der Küste, wurden seit den 90er Jahren populär, wobei nur wenige Leute mit dem Seekajak Küstenwandern. Es erfordert gute Kenntnisse von Navigation, der Gezeiten und ihrer Auswirkungen, Meeresströmungen im jeweiligen Gebiet und nicht zuletzt eine sehr sichere Handhabung des Kajaks.

Von beiden Typen gibt es noch weitere spezialisierte Unterformen und Varianten.


Geschrieben von Simon Sundstroem ( simon.sundstroem [at] googlemail.com )

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