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Verletzung am Sprunggelenk: Bänderriss, Überdehnung, Verstauchung

Bandverletzungen am Sprunggelenk

Verstauchungen und Bandverletzungen am Sprunggelenk sind im Sport nichts Seltenes. Etwa 8000 Menschen verletzen sich täglich am Knöchel. Die Ursache ist meist ein gewaltsames Umknicken des Fußes nach außen, so dass der Außenbandkomplex am Sprunggelenk in Mitleidenschaft gezogen wird.

Die aus festem Bindegewebe bestehenden Bänder an der Außenseite des Knöchels bilden die Verbindung zwischen den einzelnen Knochen und stabilisieren so das Gelenk. Am häufigsten knickt der Fuß in der Plantarflexion (Beugung nach unten) nach außen um, so dass das vordere Außenband in 65% der Fälle am häufigsten von einer Ruptur betroffen ist.

Akut kommt es zu starken Schmerzen, schneller Schwellung und oft durch Einblutung verursachte Hämatombilung an der Außenseite des Knöchels. Der Patient kann kaum auftreten und hat ein erhebliches Instabilitätsgefühl im Sprunggelenk.
Viele Studien haben inzwischen herausgestellt, dass eine konservative Therapie der operativen Therapie vorzuziehen ist, da die Langzeitergebnisse das gleiche oder ein besseres Ergebnis ergaben.


Konservative Therapie

Auf eine gute Rehabilitation sollte unbedingt Wert gelegt werden, denn die Wiederverletzungsrate am Sprunggelenk beträgt ca. 73%. Nur wer sein Sprunggelenk mit einem guten Aufbautraining wieder komplett ausheilen lässt kann darauf hoffen, dass so eine Verletzung nicht wieder passiert. Dazu sollte vor allem die innenliegende, gelenknahe Muskulatur trainiert werden. Das geht besonders gut mit gezielten Übungen auf instabiler Unterlage. Dadurch wird das Zusammenspiel innerhalb und zwischen den Muskelgruppen geschult, so dass einer potenziellen Verletzung in einer brenzlichen Situation schneller und effektiver entgegengewirkt werden kann.


Auch das Tragen von Sportbandagen ist in diesem Zusammenhang äußerst ratsam, denn meistens kann die Muskulatur allein das Sprunggelenk in einer verletzungsträchtigen Situation nicht halten. Diese Bandagen sind gezielt für den Sportgebrauch entworfen und schützen des Gelenk vor Verletzungen und äußeren Einflüssen. Sobald zum Beispiel in einer Mannschaftssportart mit Gegnerkontakt oder auf unebenem Untergrund gespielt wird, sollte der betroffene Sportler auf jeden Fall eine Bandage zum Schutz des Sprunggelenks tragen.


Prävention vor erneuten Verletzungen

Damit so eine Verletzung gar nicht erst auftreten kann, sollte jeder Sportler etwas für die stabilisierende Muskulatur seiner Gelenke machen. Dies ist am besten auf instabilen Unterlagen realisierbar. Mit Hilfe eines Balance Boards, zum Beispiel von Rehband können die innenliegenden Muskelpartien gezielt geschult werden. Dadurch baut sich ein besseres Muskelkorsett um das Gelenk herum auf, so dass die Muskulatur in einer brenzlichen Bewegung schneller reagieren kann und das Gelenk hält. Kräftigungs- und Koordinationsübungen sollten nicht nur von jedem einzelnen aktiv und regelmäßig durchgeführt werden, sondern auch in Mannschaftstrainings in Form eines Zirkeltrainings einen festen Bestandteil haben.


Geschrieben von Björn Maronde ( bjoern.maronde [at] rehband.de )

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