Abfallbehälter sind in der modernen Zivilisation zur Selbstverständlichkeit geworden. In ihnen werden die Überreste gesammelt, die tagtäglich in Haushalten, gewerblichen und öffentlichen Bereichen anfallen. Der Oberbegriff umfasst sowohl Mülltonnen und –container, als auch kleinere Einheiten wie Papierkörbe und Eimer, welche in den Haushalten Verwendung finden. Entsorgt werden darin feste Stoffe, die man nicht mehr benötigt. Während einstmals alle Reste in einem einzigen Abfallbehälter landeten, so ist in den Zeiten der Wiederverwertung deren Trennung angesagt. Papier, Glas und Kunststoffe werden in separaten Behältern gesammelt und anschließend der Wiederverwertung zugeführt. Der klassische Abfallbehälter, die graue Mülltonne, ist für die Sammlung des Restmülls verblieben, der sich nicht mehr recyceln lässt und der Deponierung oder Müllverbrennung zugeführt wird.
In öffentlichen Bereichen erfüllen Abfallbehälter immens wichtige Funktionen, denn sie bewahren Straßen, Gehwege und Grünanlagen vor Ansammlungen von Unrat und entlasten somit die Straßenreinigung. Zumeist in der Signalfarbe Orange sind sie von Weitem sichtbar und schaffen dadurch einen Anreiz für ihre Benutzung. Das ist jedoch nicht selbstverständlich, sondern der Ausdruck eines sozialen Common Sense, welcher sich erst im Laufe der Zeit entwickelt hatte. Den Abfall einfach auf öffentlichen Wegen zu hinterlassen stellt keinen Fauxpas dar, sondern ist eine Ordnungswidrigkeit, die mit einem Bußgeld geahndet werden kann. Neben ästhetischen Aspekten sind es vor allem hygienische Gründe, die für seine geordnete Entsorgung sprechen. Abfälle und insbesondere Nahrungsreste, die offen liegen gelassen werden, ziehen Ratten und andere Schädlinge an. In den Städten des Mittelalters waren Rattenplagen daher keine Seltenheit. Dies begünstigte einst die rasche Ausbreitung von Seuchen wie Pest, Cholera und Typhus. Erst die Verbesserung der hygienischen Zustände, wozu auch die Abfallbeseitigung gehörte, brachte diese Folgeerscheinungen allmählich zum Verschwinden.
In den Haushalten fallen Abfälle regelmäßig vor allem im Umfeld der Küche an. Treteimer, die in vielen Küchen anzutreffen sind, werden heute durch ein Ensemble aus zusätzlichen Einheiten ergänzt, welches die Trennung nach Abfallarten ermöglicht. Papierkörbe finden sich in anderen Räumlichkeiten, wie Büros und Kinderzimmern. Hier werden vor allem die bei der täglichen Arbeit anfallenden Papierreste gesammelt, bevor sie in der Papiertonne oder einem speziellen Container außer Haus entsorgt werden. Abfallbehälter gibt es in vielen Farben, Formen und Größen. Bei der Entsorgung des Hausmülls hat sich die Farbe Gelb für wieder verwertbare Verpackungsmaterialien, Grün oder Blau für Papier und Braun für Biomüll allgemein durchgesetzt.
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Geschrieben von Manuela Kastner ( manuelakastner [at] gmail.com )
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