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Egal ob nun menschlich oder ein Tier, Erziehung spielt bei Säugetieren eine wichtige Rolle. Man kann bei Bären, Löwen oder Hunden sehen, wie die Eltern ihre Kinder anstubsen, etwas zeigen und vorleben. Das ist Erziehung, die sich im Grunde kaum von der menschlichen Erziehung unterscheidet. Ein besonders wichtiges Merkmal, dass sich im gesamten Leben immer wieder spiegeln wird, ist die Einschätzung von Risiken. Die Erziehung nimmt hier maßgeblichen Anteil daran und ein Kind kann hier sehr viel Aufnehmen, wonach es sich hinterher verhält. Zudem spielt hier auch eine Neugier mit rein, die ein Mensch bereits im Babyalter entdeckt.
Es ist ein natürlicher Trieb, sich vorwärts zu bewegen, die Dinge kennenlernen zu wollen. Die Erziehung relativiert diese Neugier, rät zur Vorsicht und schützt vor Gefahren. Sowohl in der freien Wildbahn als auch beim Menschen. Doch die Frage stellt sich, was genau Gefahren darstellen? Wenn selbst die Eltern hier schon eine unrelativierte Einstellung haben, kann das Kind sich schlecht aufs Leben vorbereiten. Doch den Maßstab hierfür zu finden, ist alles andere als leicht. Richtig und Falsch sind hier nicht einfach zu deuten.
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Was gefährlich ist
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Gerade die mediale Moderne macht die Sache nicht viel einfacher. Doch zunächst zu den Eltern: oftmals haben Kinder Probleme damit, die Entscheidungen der Eltern nachzuvollziehen. Vor allem in der Jugend gibt es hier gravierende Unterschiede. Doch meist liegt ein klassischer Patt vor, bei dem dennoch die Eltern die Oberhand behalten. Die Jugendlichen und die Eltern haben in ihrer Meinung recht, jedoch von unterschiedlichen Standpunkten aus gesehen. Eltern schätzen Risiken ganz anders ein, da eine andere Erfahrung dahinter steht. Schwer wird es allerdings bei großflächigen Gefahren, bei denen das Risiko nur schwer bzw. unmöglich eingeschätzt werden kann. Die Vogelgrippe ist hier ein Beispiel. Das Individuum kann sich darüber keine vollendete Meinung darüber bilden, da es ein großflächiges Problem darstellt. Und selbst die Informationen aus den Medien sind nur spärlich, geben oft eine bestimmte Seite der Medaille wieder.
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Risiken relativieren können
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| Die Fähigkeit der Relation spielt hier eine wichtige Rolle und sollte daher mit in die Erziehung einfließen. Zwar kann man keine endgültige Meinung über ein Thema wie die Vogelgrippe haben, da sie außerhalb der eigenen Wahrnehmung agiert, jedoch kann man die Informationen, die man hat, in Relation setzen. Die Meldung eines Todesfalles zum Beispiel kann in Relation gesehen, sehr harmlos wirken. So zeigen zum Beispiel auch Statistiken, die beweisen, dass Flugzeuge sicherer sind als der Verkehr mit Autos. Doch die meisten haben hier eine Einschätzung des Risikos, dass genau andersherum funktioniert. Erst die Relation kann wenige Informationen ins rechte Licht rücken. |
Geschrieben von Charalabos Tsilimekis ( tsilimekis [at] texter-ct.de )
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