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Von gewaltigen Baudenkmälern
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Zu den weltweit wohl bekanntesten Baudenkmälern in Europa gehören Schloss Neuschwanstein, der Dresdner Zwinger, Schloss Sanssoucci und die Wartburg. Viele tausende Besucher strömen täglich durch diese historischen Gemäuer und lassen sich von Schönheit, Architektur, Prunk und der Kunst dieser Bauten beeindrucken und inspirieren. Neben diesen Anziehungspunkten für weltweiten Massentourismus wird oftmals vergessen, dass Deutschland das Land der Schlösser und Burgen ist, und dass sich hinter diesen extrem frequentieren Tourismusmagneten viele weitere Prachtbauten von historischer Wichtigkeit aufreihen, die weitaus mehr Beachtung verdienen würden. Schloss Augustusburg, die Burg Liechtenstein und das Wasserschloss Raesfeld sind nur drei Beispiele einer langen Liste. Durch heutiges Betrachten solcher Monumente entsteht oft ein Eindruck von mittelalterlicher Burgenromantik in Verbindung mit der herrschaftlichen Pracht eines Schlosses, der mit der Wirklichkeit oft nichts zu tun hat. So sollten diese Zeilen anregen, einen Ausflug in die nahe Umgebung zu einer alten Burgruine oder einem Herrensitz zu machen, der nicht so berühmt ist, wie die aufgezählten Bauwerke, aber sicherlich in manchem Merkmal ähnlich sein wird. Die Lust, die Sehenswürdigkeiten in der eigenen Umgebung kennen zu lernen und den Blick für die Architektur zu schärfen, sollte dabei die Grundlage sein, denn die Architektur ist immer der Ausdruck der Menschen ihrer Zeit. Im späten Mittelalter existierten in Europa an die 30000 Burgen, die dazu dienten, die Machtansprüche des Adels zu sichern. Mit der Entwicklung der Waffentechnik veränderte sich die Art des Burgenbaus, besonders durch die Erfindung des Schießpulvers und die ständige Verbesserung der Feuerwaffen wurden zahlreiche Burgen als Wohnsitz aufgegeben und dem Verfall preisgegeben, weil sie keine sichere Zuflucht mehr boten. Durch speziell gesteuertes Produktdesign entstehen Miniaturen, Gebäckmodel und Ansichten solch weniger bekannten Bauten, um den Bekanntheitsgrad zu steigern und die Besucher anzulocken. Geschrieben von Bernhard Heß ( info [at] dukasi.de ) |
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